Verkehrsunfälle

Brüssel verzeichnet die meisten Unfälle pro 100 km Straße

Mobilität
Brüssel verzeichnet die meisten Unfälle pro 100 km Straße

Statbel veröffentlicht neue Karten zur Visualisierung und Analyse der Gefahren auf belgischen Straßen im Zeitraum 2017-2024. Diese konzentrieren sich auf Unfälle und Opfer im Straßenverkehr, wenn mindestens ein Kraftfahrzeug beteiligt war. Im Jahr 2024 gab es in Belgien 18,5 Unfälle und 1,9 Opfer pro 100 km Straße.

Region Brüssel-Hauptstadt verzeichnet die meisten Unfälle pro 100 km Straße

Die höchste Konzentration von Unfällen pro 100 km Straße ist in der Region Brüssel-Hauptstadt, was auf den intensiven Stadtverkehr, aber auch auf die erheblichen Größenunterschiede zwischen den regionalen Netzen zurückzuführen ist (Brüssel-Hauptstadt: ± 2.860 km, Flämische Region: ± 89.700 km und Wallonische Region: ± 85.900 km). Auf 100 km Straße werden 118,5 Unfälle registriert. Für Flandern sind dies 22 Unfälle und für Wallonien 11,4 Unfälle.

Die Provinzen Antwerpen und Ostflandern haben die meisten Unfälle pro 100 km Straße

Auf Provinzebene verzeichnet die Provinz Antwerpen 30,4 Unfälle pro 100 km Straße und die Provinz Ostflandern 23,6 Unfälle.

Verhältnismäßig gibt es in diesen beiden Provinzen auch die meisten Opfer pro 100 km Straße: 3,2 in Antwerpen und 2,9 in Ostflandern. In der Region Brüssel-Hauptstadt beläuft sich diese Zahl auf 5,8 Opfer pro 100 km.

Mit einer Zahl von 4,1 verzeichnet die Provinz Luxemburg die wenigsten Unfälle pro 100 km Straße. Die Provinz Namur dagegen, verzeichnet 8,5 Unfälle und die Provinz Wallonisch-Brabant 15,0 Unfälle.

Dieser Indikator muss unbedingt mit anderen ergänzenden Indikatoren abgeglichen werden, insbesondere mit der Schwere der Unfälle und der Art der beteiligten Verkehrsteilnehmer, denn auch wenn Wallonien die niedrigste Unfallzahl pro Kilometer aufweist, sind die dortigen Unfälle oft schwerwiegender als im Rest des Landes.

Die Provinzen Luxemburg, Namur und Wallonisch-Brabant verzeichnen weniger als ein Opfer pro 100 km Straße.

Zweck und Kurzbeschreibung

Seit dem 1. Juli 1926 erstellt die Generaldirektion Statistik – Statistics Belgium  Statistiken über Verkehrsunfälle.
 Dafür stützt sie sich auf einem Formular, das von der Polizei bei jedem Unfall mit Personenschaden auf der öffentlichen Straße ausgefüllt werden muss.
 Im Laufe der Zeit wurde das Formular mehrmals an die Entwicklung der Gesellschaft und des Verkehrs angepasst.

Grundgesamtheit

Verkehrsunfälle mit Körperverletzungen in Belgien, die Gegenstand eines Unfallberichts der Polizei sind.
 

Datenversammlungsmethode und vorläufiger Stichprobenumfang

Administrative Daten: Ermittlungen der Polizei vor Ort und Ermittlungen der Staatsanwaltschaft
 

Frequenz

Jährlich.
 

Calendrier de publication

Disponibilité des résultats : 6 mois après la période de référence.
 

Definitionen

Verkehrsunfall: ein Unfall, bei denen zwei oder mehrere Verkehrsteilnehmer beteiligt sind, wird als ein einziger Unfall betrachtet. Nur Verkehrsunfälle, die sich auf der öffentlichen Straße ereignet haben und bei denen es zu Todesfällen oder Verletzungen gekommen ist, werden in dieser Statistik enthalten. Nicht eingeschlossen sind daher: Kollisionen und Unfälle auf privaten Grundstücken oder bei Sportwettkämpfen. Unfälle, die nur Sachschäden betreffen, werden seit 1973 nicht mehr berücksichtigt.

Toter 30 Tage: Jede Person, die vor Ort oder innerhalb von 30 Tagen nach dem Unfall gestorben ist.

Schwerverletzter: jede Person, die bei einem Verkehrsunfall verletzt wurde und deren Zustand einen Krankenhausaufenthalt von mehr als 24 Stunden erfordert.

Leichtverletzter: jede Person, die bei einem Verkehrsunfall verletzt wird und nicht als 'Schwerverletzter' oder 'tödlich Verletzter' gilt.

Personenkraftwagen: Personenwagen; Kombifahrzeug; Kleinbus; Wohnmobil.

Kleiner Lieferwagen: leichter Lastkraftwagen.

Lastkraftwagen: Lastkraftwagen; Sattelschlepper + Anhänger; Anhänger allein.

Bus: Autobus; Reisebus.

Motorfahrrad: Motorfahrrad A (zweirädrig); Motorfahrrad b (zweirädrig);  Motorfahrrad mit 3 oder 4 Rädern.

Kraftrad: Kraftrad, nicht mehr als 400 ccm; Kraftrad mehr als 400 ccm.

Fahrrad: Fahrrad

Fußgänger: Behinderter in einem Rollstuhl; Fußgänger, der sein Motorfahrrad oder Fahrrad schiebt; sonstiger Fußgänger.

Sonstige: landwirtschaftliche Zugmaschine;  Trolleybus; Reiter; bespanntes Fahrzeug; sonstige Verkehrsteilnehmer; unbekannt; nicht verfügbar.

 

Anmerkungen

Die Daten über tödliche Opfer sind am zuverlässigsten und am stabilsten. In diesem Fall ist es mehr als wahrscheinlich, dass die Polizei oder die Staatsanwaltschaft beim tödlichen Unfall eingreift.
 Die Daten über Leichtverletzten wurden höchstwahrscheinlich unterschätzt, insbesondere für schwächere Verkehrsteilnehmer (Fußgänger, Radfahrer). Die belgische und internationale Forschung schätzt, dass der Grad der Registrierung von der Polizei bei tödlichen Unfällen 90% beträgt (womit wir die Ergebnisse dank der Daten der Staatsanwaltschaft noch verbessern können). Diese Quote beträgt 50% für Opfer, die ins Krankenhaus aufgenommen wurden, und weniger als 20% für sehr leicht verletzte Opfer (die nicht ins Krankenhaus aufgenommen wurden).

Die Daten von 2005 bis 2017 wurden von der Polizei überprüft. Im Juni 2018 aktualisierte Statbel die Verkehrsunfalldaten. Zwischen 2005 und 2017 gab es für einige wichtige Variablen (z.B. Agglomeration, Straßenverhältnisse, Wetterbedingungen) eine bemerkenswert hohe Anzahl von Unbekannten. Für die neueren Jahrgänge ist dieses Problem weniger relevant. Es gilt immer die aktuellste Veröffentlichung.

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