Versorgungsbilanzen

Die Hälfte des in Belgien konsumierten Fleisches ist Schweinefleisch

Landwirtschaft & Fischerei
Die Hälfte des in Belgien konsumierten Fleisches ist Schweinefleisch

Im Jahr 2020 stieg die gesamte Nettofleischproduktion in Belgien um 2,8% und erreichte damit fast das Niveau des Jahres 2018. Dieser Anstieg ist hauptsächlich auf die Zunahme der Nettoschweinefleischproduktion (+5,8%) zurückzuführen. Die Schlachtung von Schweinen hat im Vergleich zu 2019 sogar zugenommen.

Dieser Anstieg der Nettoproduktion, zusammen mit einem Anstieg der Einfuhr von Fleisch (+4,0%) und einem Rückgang der Ausfuhr (-0,1%), führte zu einem Anstieg des sichtbaren Fleischverbrauchs (+7 kg Schlachtkörpergewicht pro Jahr und pro Kopf). Dieser sichtbare Verbrauch entspricht der in einem bestimmten Jahr auf dem Markt verfügbaren Fleischmenge im Verhältnis zur Einwohnerzahl und nicht dem tatsächlichen Fleischkonsum pro Kopf.

Die Einfuhr von Fleisch stieg wegen der Einfuhr von Schweinefleisch (+3,6%), Geflügel (+3,2%), Pferdefleisch (+10,4%) und Innereien (+16,0%). Die Importe von anderen Tierarten waren rückläufig.

Der Rindfleischhandel wurde im Jahr 2020 unterbrochen: -6,7% für Importe und -14,7% für Exporte. So gibt es trotz eines Rückgangs der Nettoerzeugung (-3,5%) einen Anstieg des Schlachtkörpergewichts um +1,0 kg pro Jahr und pro Kopf.

Im Jahr 2020 bleibt Schweinefleisch das am meisten konsumierte Fleisch in Belgien (51,8%), gefolgt von Geflügel (18,7%) und Rindfleisch (18,6%).

Dashboard
Content
Tabelle
Content

Entwicklung des sichtbaren Fleischverbrauchs in Schlachtgewicht in Belgien (2010 - 2020)

Sichtbarer Fleischverbrauch (kg/Einwohner) 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020
Rind- und Kalbfleisch 18,3 16,4 15,8 15,4 15,5 15,4 14,7 14,3 14,7 14,3 15,3
Schweinefleisch 39,6 44,2 42,4 42,1 42,3 40,7 38,1 38,7 38,6 38,3 42,6
Schaf- und Ziegenfleisch 1,5 1,7 1,2 1,4 1,4 1,2 1,1 1,1 1,4 1,3 1,4
Pferdefleisch 0,7 0,8 0,8 0,7 0,7 0,6 0,5 0,4 0,7 0,5 0,6
Geflügel 15,9 12,4 11,6 10,8 15,0 13,9 13,5 13,0 13,8 14,6 15,4
Sonstige Tierarten 4,2 2,7 2,5 2,5 3,3 4,4 3,4 3,9 3,8 4,1 3,5
Genießbares Schlachtnebenerzeugnis 2,1 2,9 2,4 2,9 2,6 2,2 2,1 2,1 2,3 2,1 3,4
Gesamtzahl (Schlachtgewicht) 82,4 81,1 76,7 75,9 80,8 78,4 73,5 73,6 75,2 75,2 82,1

Ziel und Kurzbeschreibung

Bilanz zwischen den Quellen (Erzeugung, Anfangsbestand, Einfuhr) und der Verwendung (Verwendung, Endbestand, Ausfuhr) der verschiedenen landwirtschaftlichen Erzeugnisse.

Grundgesamtheit

Landwirtschaftliche Erzeugnisse

Frequenz

Unregelmäßig (mehr als 1 Jahr)

Zeitpunkt der Veröffentlichung

Ergebnisse sind 6 Monate nach dem Bezugszeitraum verfügbar

Warnungen

Statbel veröffentlicht eine jährliche Versorgungsbilanz für die wichtigsten Tierarten anhand der verschiedenen Informationsquellen.

Diese Bilanz bestimmt das Verhältnis zwischen Erzeugung, Verbrauch, Außenhandel (und Beständen) und ermöglicht die Beschreibung der Bilanz der Mittel und ihrer Verwendung für ein bestimmtes Erzeugnis.

Diese Bilanz wird in Tonnen Schlachtkörperäquivalent ausgedrückt, mit Hilfe der technischen Umrechnungskoeffizienten des Durchschnittsertrags, die sich von Erzeugnis zu Erzeugnis unterscheiden. So liegt der Koeffizient, der auf Rinder von mehr als 300 kg angewandt wird, beispielsweise bei 56%; dies bedeutet, dass die Karkasse dieser Tiere 56% ihres Lebendgewichts wiegen wird. Die Verwendung dieser Einheit ermöglicht die Daten über lebende Tiere und Fleisch in verschiedenen Formen (Zubereitung, Stücke, ...) zu harmonisieren und zu aggregieren.

Zur Verbesserung unserer Erzeugnisse und infolge der Verwendung der neuen oder aktualisierten Datenquellen, sind die Versorgungsbilanzen für Fleisch seit 2012 völlig überarbeitet.

Auch die Nettoerzeugung für Geflügel wurde 2010 und 2011 angepasst, um die Vergleichbarkeit mit der Überarbeitung der Bilanzen ab 2012 zu gewährleisten.

In unseren früheren Veröffentlichungen wurde diese Nettoerzeugung für Geflügel auf der Grundlage der Zuchtdaten der Flämischen Region geschätzt, die Zuchtmerkmale (Erzeugungsalter, Erzeugungsdauer, Schlachtalter) jeder Art, unter Berücksichtigung des Verlustanteils und des durchschnittlichen Schlachtgewichts. Heute wird diese Erzeugung direkt auf der Grundlage der Daten über Schlachtungen der Föderalagentur für die Sicherheit der Nahrungsmittelkette (FASNK) berechnet.

Da die Schlachtungsstatistiken, die zur Berechnung der Nettoerzeugung verwendet werden, ab 2010 auf der Grundlage der Daten der FASNK (als Ersatz für die Erhebungsdaten) festgestellt werden und da die Ergebnisse dieser Statistiken vor und nach 2010 für verschiedene Tierarten Unterbrechungen der Kontinuität zeigten, wurde beschlossen, keine Bilanzen mehr von vor dem Jahr 2010 zu veröffentlichen.

Aus all diesen Gründen sind die Versorgungsbilanzen für Fleisch, die in dieser Veröffentlichung dargestellt werden, nicht mit den Bilanzen, die in der Vergangenheit veröffentlicht sind, zu vergleichen.

Der in diesen Bilanzen vorgestellte sichtbare Verbrauch stimmt in Wirklichkeit mit den Fleischquellen (Nettoerzeugung + Fleischeinfuhr) überein, von denen die Fleischausfuhr abgezogen wird. Dieser Begriff entspricht also mehr der Bereitstellung auf dem Inlandmarkt, als dem Endverbrauch des Fleisches.

Für einige Kategorien (wie Schlachtnebenerzeugnisse) kann dieser sichtbare Verbrauch überschätzt werden, aus Mangel an Informationen über den Anteil solches Fleisches, das in Futtermitteln verwendet wird.

Der sichtbare Verbrauch, ausgedrückt in kg vermarktungsfähigem Fleisch pro Jahr und pro Einwohner, wird als Hinweis gegeben anhand durchschnittlicher Umrechnungsfaktoren von Schlachtkörpergewicht zu Verkaufsgewicht.

Diese Faktoren variieren je nach Tierart und innerhalb derselben Art angesichts der Merkmale des Tieres selbst (Schlachtalter, Geschlecht, Rasse, Fleischigkeit des Schlachtkörpers, usw.), aber auch der verwendeten Zerlegetechniken. Die folgenden Faktoren wurden verwendet: 0,70 für Rinder, 0,78 für Schweine, 0,88 für Schafe, Ziegen und Geflügel und 0,6 für Pferde