Immobilienpreise

Belgische Wohnungspreise - Erstes Halbjahr 2018

Bauen & wohnen
Belgische Wohnungspreise - Erstes Halbjahr 2018

Freistehende Wohnhäuser 85.000 Euro teurer als Reihenendhäuser oder Reihenmittelhäuser.

Statbel, das belgische Statistikamt, veröffentlicht heute die belgischen Wohnungspreise für das erste Halbjahr 2018.

Die wichtigsten Ergebnisse:

  • In der ersten Jahreshälfte 2018 betrug der belgische Medianpreis für ein Reihenmittelhaus oder Reihenendhaus 195.000 Euro. Für ein freistehendes Haus wurden 280.000 Euro gezahlt.
  • Die Wallonische Region ist die günstigste mit einem Durchschnittspreis von 137.000 Euro für Reihenmittelhäuser oder Reihenendhäuser und 230.000 Euro für freistehende Häuser.
  • Es folgt danach die Flämische Region. Reihenmittelhäuser und Reihenendhäuser kosteten 225.000 Euro, freistehende Häuser 310.000 Euro.
  • Die Region Brüssel-Hauptstadt ist für alle Typen von Wohnungen die teuerste Region. Reihenmittelhäuser oder Reihenendhäuser kosteten 365.000 Euro; für freistehende Häuser war der Medianpreis 830.000 Euro.

Die Berechnungsmethodik dieser Immobilienzahlen wurde angepasst, indem sie mit der Modernisierung der im FÖD Finanzen befindlichen Basisquelle (des ‚Katasters‘) abgestimmt wurde. Die wichtigsten methodischen Änderungen sind die folgenden:

  • Eine genauere Klassifizierung der Art der Immobilie auf der Grundlage der in der Kaufurkunde genannten Bestimmung und der Anzahl der Fassaden. Dies ermöglicht eine strengere Unterscheidung zwischen Häusern und Appartements sowie zwischen Reihenmittelhäusern, Reihenendhäusern und freistehenden Häusern.
  • Verwendung des Medianpreises als Referenzpreis statt des Durchschnittspreises. Der Medianpreis ist der Preis, dem gegenüber 50% der verkauften Häuser billiger und 50% teurer sind. Dies führt zu einem robusteren und zu einem über die Zeit hin besser vergleichbaren Ergebnis. Nämlich vermögen extreme Verkaufspreise weniger auf die Medianpreise einzuwirken.
  • Der Verkauf von Neubauten wird nicht mehr in die Berechnung einbezogen, da nicht alle notwendigen qualitativen Daten dafür systematisch zur Verfügung stehen.

Ferner wurden auch die vergangenen Immobilienpreise nach dieser neuen Methode neu berechnet, so dass ab 2010 eine vergleichbare Reihe zur Verfügung steht. Weitere methodische Informationen finden Sie im Blatt Documentation.

Belgien

In der ersten Jahreshälfte 2018 betrug der Medianpreis für ein Reihenmittelhaus oder Reihenendhaus 195.000 Euro. Für ein freistehendes Haus wurden 280.000 Euro gezahlt. Wer ein freistehendes Haus kaufen wollte, musste daher zusätzlich zum Medianpreis eines Reihenmittelhauses oder Reihenendhauses noch weitere 85.000 Euro auf den Tisch legen. Appartementwohnungen kosteten 180.000 Euro.

BELGIEN 2016 2017 2018 Entwicklung % Entwicklung %
(S1) (S1) (S1) 2017/2016 2018/2017
Reihenmittelhäuser und Reihenendhäuser 180.000 188.000 195.000 +4,4% +3,7%
Freistehende Häuser 270.000 275.000 280.000 +1,9% +1,8%
Appartements 170.000 175.000 180.000 +2,9% +2,9%
Medianpreis (Euro)

Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2017 sind die Medianpreise für Reihenmittelhäuser und Reihenendhäuser um 3,7% gestiegen, was einer Zunahme von 7.000 Euro entspricht. Dies bedeutet einen Anstieg, der dem Vorjahr gegenüber um 0,7% kleiner war. Geringer war der Preisanstieg bei freistehenden Häusern: der Medianpreis stieg hier um 1,8% oder 5.000 Euro an, ebenso stark wie im Vorjahr. Auch die Appartementpreise stiegen wieder um 5.000 Euro, was einem prozentualen Zuwachs von 2,9% entspricht.

Graf_s1-2018_de.png

(die Grafik zeigt zu jedem Jahr jeweils die Medianpreise des ersten Semesters)

Die Regionen

Es lassen sich deutliche regionale Unterschiede feststellen:

Die Wallonische Region ist die preisgünstigste Region. In der ersten Jahreshälfte 2018 erlebten Reihenmittelhäuser und Reihenendhäuser mit einem Medianpreis von 137.000 Euro einen stärkeren Preisanstieg (+3%) als andere Arten von Wohnungen. Der Medianpreis für freistehende Häuser stieg in der Wallonie um 5.000 Euro (+2,2%) auf 230.000 Euro. Mit einem Aufpreis von 500 Euro wurden Appartements kaum teurer; der Medianpreis belief sich auf 140.500 Euro (+0,4%):

WALLONISCHE REGION 2016 2017 2018 Entwicklung % Entwicklung %
(S1) (S1) (S1) 2017/2016 2018/2017
Reihenmittelhäuser und Reihenendhäuser 130.000 132.950 137.000 +2,3% +3,0%
Freistehende Häuser 215.000 225.000 230.000 +4,7% +2,2%
Appartements 134.750 140.000 140.500 +3,9% +0,4%
Medianpreis (Euro)

Es folgt danach die Flämische Region. Reihenmittelhäuser oder Reihenendhäuser kosteten 225.000 Euro, ein Anstieg um 10.000 Euro (+4,7%) gegenüber 2017. Auch im Vorjahr war diese Kategorie bereits um 10.000 Euro teurer geworden. Freistehende Häuser (310.000 Euro) verzeichneten gegenüber dem ersten Halbjahr 2017 einen Preisanstieg um +3,3% oder 10.000 Euro, während sie im Vorjahr noch gleich teuer waren. Appartements kosteten 185.000 Euro und sind um 5.000 Euro (+2,8%) teurer geworden, ein Anstieg, der mehr als einen Prozentpunkt niedriger ist als im Vorjahr, als die Preise um 4,0% stiegen:

FLÄMISCHE REGION 2016 2017 2018 Entwicklung % Entwicklung %
(S1) (S1) (S1) 2017/2016 2018/2017
Reihenmittelhäuser und Reihenendhäuser 205.000 215.000 225.000 +4,9% +4,7%
Freistehende Häuser 300.000 300.000 310.000 0,0% +3,3%
Appartements 173.000 180.000 185.000 +4,0% +2,8%
Medianpreis (Euro)

Die Region Brüssel-Hauptstadt ist für alle Typen von Wohnungen die teuerste Region. Reihenmittelhäuser und Reihenendhäuser kosteten 365.000 Euro und wurden um 5.000 Euro (+1,4%) teurer. Dies ist ein großer Unterschied zum Vorjahr, als der Preisanstieg in dieser Kategorie viermal so hoch war. Freistehende Häuser kosteten 830.000 Euro und wurden (nach dem markanten Rückgang des Medianpreises um 11,1% im Vorjahr) um 30.000 Euro teurer (+3,8%). Appartements wurden um 6,5% (12.000 Euro) teurer und bleiben mit 197.000 Euro knapp unter der 200.000 Euro-Grenze.

REGION BRÜSSEL-HAUPTSTADT 2016 2017 2018 Entwicklung % Entwicklung %
(S1) (S1) (S1) 2017/2016 2018/2017
Reihenmittelhäuser und Reihenendhäuser 340.000 360.000 365.000 +5,9% +1,4%
Freistehende Häuser 900.000 800.000 830.000 -11,1% +3,8%
Appartements 182.500 185.000 197.000 +1,4% +6,5%
Medianpreis (Euro)

Die Provinzen

In der Flämischen Region war in der ersten Hälfte des Jahres 2018 ein Haus das teuerste in der Provinz Flämisch-Brabant: Ein Reihenmittelhaus oder Reihenendhaus kostete 260.000 Euro, für ein freistehendes Haus lag der Durchschnittspreis bei 350.000 Euro. In Limburg waren die Häuser am billigst: 185.000 Euro für ein Reihenmittelhaus oder Reihenendhaus und 240.000 Euro für ein freistehendes Haus. Flämisch-Brabant war auch die teuerste Provinz für die Appartements (206.000 Euro), während die Provinz Antwerpen für sie den niedrigsten Durchschnittspreis (175.000 Euro) hatte.

In der Wallonischen Region war für alle Kategorien Wallonisch-Brabant die teuerste Provinz: Reihenmittelhäuser oder Reihenendhäuser kosteten 250.000 Euro, für freistehende Häuser lag der Durchschnittspreis bei 370.000 Euro und Appartements erreichten ein Niveau von 190.000 Euro. Für Reihenmittelhäuser und Reihenendhäuser (120.000 Euro) und Appartements (119.250 Euro) war Hennegau am günstigsten. Die billigsten freistehenden Häuser waren in Luxemburg zu finden (185.000 Euro).

Die Gemeinden

Ixelles teuerste, Hastière billigste Gemeinde

Die folgenden Tabellen zeigen für die erste Hälfte des Jahres 2018 eine Rangordnung der teuersten und billigsten Gemeinden pro Region, unter Berücksichtigung sämtlicher Reihenmittelhäuser, Reihenendhäuser und frei stehender Häusern.

Die teuerste Flämische Gemeinde war Knokke-Heist, mit einem Medianpreis von 525.000 Euro. Die billigsten Häuser dieser Region waren in Ronse mit einem Medianpreis von 142.500 Euro zu finden.

Die teuersten wallonischen Wohnungen befanden sich in Lasne (550.000 Euro) und die billigsten in Hastière (65.250 Euro).

In der Region Brüssel-Hauptstadt hatte die Gemeinde Ixelles den höchsten Medianpreis, namentlich 699.000 Euro. Der niedrigste Medianpreis in dieser Region wurde in der Gemeinde Molenbeek-Saint-Jean verzeichnet (240.000 Euro).

Häuser in der Flämischen Region

teuerste Gemeinden Medianpreis billigste Gemeinden Medianpreis
1 KNOKKE-HEIST (149) 525.000 1 RONSE (171) 142.500
2 SINT-MARTENS-LATEM (51) 489.750 2 MENEN (206) 155.000
3 KRAAINEM (49) 427.500 3 TONGEREN (159) 160.000
4 WEZEMBEEK-OPPEM (53) 425.000 4 HEERS (38) 160.000
5 TERVUREN (95) 425.000 5 WERVIK (108) 167.750
6 SCHILDE (129) 415.000 6 HOESELT (26) 169.500
7 SINT-GENESIUS-RODE (85) 415.000 7 GERAARDSBERGEN (215) 170.000
8 HOEILAART (50) 400.000 8 GINGELOM (48) 173.500
9 OVERIJSE (113) 397.000 9 LANDEN (78) 175.000
10 LINKEBEEK (20) 372.500 10 NIEUWERKERKEN (33) 180.000
11 BOECHOUT (41) 367.000 11 AVELGEM (47) 180.000
12 OUD-HEVERLEE (36) 365.000 12 MAASMECHELEN (116) 180.000
13 KEERBERGEN (59) 365.000 13 MIDDELKERKE (108) 182.000
14 DE PINTE (41) 352.500 14 KLUISBERGEN (28) 185.000
15 HULDENBERG (31) 341.500 15 TIENEN (182) 186.000
16 AARTSELAAR (81) 340.000 16 SINT-TRUIDEN (179) 186.000
17 ZAVENTEM (135) 338.000 17 BOOM (96) 190.000
18 SINT-AMANDS (28) 337.000 18 LEBBEKE (112) 190.000
19 BERTEM (31) 336.000 19 ZOUTLEEUW (33) 190.000
20 KALMTHOUT (80) 335.000 20 RIEMST (79)) 190.000

Häuser in der Wallonischen Region

teuerste Gemeinden Medianpreis billigste Gemeinden Medianpreis
1 LASNE (77) 550.000 1 HASTIERE (86) 65.250
2 CHAUMONT-GISTOUX (46) 420.000 2 VIROINVAL (48) 81.000
3 WATERLOO (143) 400.000 3 FROIDCHAPELLE (25) 85.000
4 LA HULPE (29) 385.000 4 COLFONTAINE (150) 90.000
5 RIXENSART (89) 367.500 5 DOUR (100) 100.000
6 MONT-SAINT-GUIBERT (20) 322.500 6 BOUSSU (110) 100.000
7 CHASTRE (25) 321.970 7 CHATELET (159) 102.500
8 BRAINE-L'ALLEUD (160) 320.000 8 FRAMERIES (122) 106.000
9 INCOURT (24) 315.000 9 FARCIENNES (54) 109.000
10 OTTIGNIES-LOUVAIN-LA-NEUVE (69) 309.000 10 HENSIES (24) 110.000
11 WAVRE (138) 305.000 11 CHARLEROI (974) 110.000
12 GREZ-DOICEAU (58) 305.000 12 MOMIGNIES (22) 110.000
13 COURT-SAINT-ETIENNE (40) 302.500 13 QUIEVRAIN (22) 110.000
14 GESVES (25) 300.000 14 QUAREGNON (90) 110.000
15 VILLERS-LA-VILLE (28) 300.000 15 COUVIN (78) 110.000
16 WALHAIN (20) 290.000 16 DINANT (67) 110.000
17 BRAINE-LE-CHÂTEAU (44) 290.000 17 STAVELOT (41) 112.360
18 JALHAY (24) 287.500 18 GEDINNE (35) 116.000
19 NANDRIN (19) 277.500 19 DURBUY (98) 120.000
20 PERWEZ (33) 275.000 19 FONTAINE-L'EVEQUE (89) 120.000

Häuser in der Region Brüssel-Hauptstadt

teuerste Gemeinden Medianpreis billigste Gemeinden Medianpreis
1 IXELLES (53) 699.000 1 MOLENBEEK-SAINT-JEAN (43) 240.000
2 WOLUWE-SAINT-PIERRE (85) 590.000 2 ANDERLECHT (107) 251.500
3 UCCLE (152) 495.250 3 GANSHOREN (32) 278.000
4 ETTERBEEK (40) 495.000 4 SCHAERBEEK (73) 285.000
5 WOLUWE-SAINT-LAMBERT (67) 489.000 5 JETTE (48) 287.500

Anlagen

Übersichtstabelle Regionen + Provinzen

Durchschnittliche Verkaufspreise
(Euro pro verkauftem Haus)
2014
(S1)
2015
(S1)
2016
(S1)
Entwicklung %
2017/2016
Entwicklung %
2018/2017
BELGIE Reihenmittelhäuser und Reihenendhäuser 180.000 188.000 195.000 +4,4% +3,7%
Freistehende Häuser 270.000 275.000 280.000 +1,9% +1,8%
Appartements 170.000 175.000 180.000 +2,9% +2,9%
VLAAMS GEWEST Reihenmittelhäuser und Reihenendhäuser 205.000 215.000 225.000 +4,9% +4,7%
Freistehende Häuser 300.000 300.000 310.000 0,0% +3,3%
Appartements 173.000 180.000 185.000 +4,0% +2,8%
WAALS GEWEST Reihenmittelhäuser und Reihenendhäuser 130.000 132.950 137.000 +2,3% +3,0%
Freistehende Häuser 215.000 225.000 230.000 +4,7% +2,2%
Appartements 134.750 140.000 140.500 +3,9% +0,4%
BRUSSELS HOOFDSTEDELIJK GEWEST Reihenmittelhäuser und Reihenendhäuser 340.000 360.000 365.000 +5,9% +1,4%
Freistehende Häuser 900.000 800.000 830.000 -11,1% +3,8%
Appartements 182.500 185.000 197.000 +1,4% +6,5%
PROVINCIE ANTWERPEN Reihenmittelhäuser und Reihenendhäuser 225.000 230.000 240.000 +2,2% +4,3%
Freistehende Häuser 325.000 325.000 325.000 0,0% 0,0%
Appartements 162.000 170.000 175.000 +4,9% +2,9%
PROVINCIE VLAAMS-BRABANT Reihenmittelhäuser und Reihenendhäuser 241.500 255.000 260.000 +5,6% +2,0%
Freistehende Häuser 335.000 349.000 350.000 +4,2% +0,3%
Appartements 195.000 200.000 206.000 +2,6% +3,0%
PROVINCIE WAALS-BRABANT Reihenmittelhäuser und Reihenendhäuser 240.000 240.000 250.000 0,0% +4,2%
Freistehende Häuser 340.000 365.000 370.000 +7,4% +1,4%
Appartements 185.000 193.750 190.000 +4,7% -1,9%
PROVINCIE WEST-VLAANDEREN Reihenmittelhäuser und Reihenendhäuser 185.000 197.000 205.000 +6,5% +4,1%
Freistehende Häuser 300.000 306.500 312.000 +2,2% +1,8%
Appartements 175.000 185.000 185.000 +5,7% 0,0%
PROVINCIE OOST-VLAANDEREN Reihenmittelhäuser und Reihenendhäuser 195.500 210.000 220.000 +7,4% +4,8%
Freistehende Häuser 313.500 320.000 325.000 +2,1% +1,6%
Appartements 183.000 195.000 200.000 +6,6% +2,6%
PROVINCIE HENEGOUWEN Reihenmittelhäuser und Reihenendhäuser 115.000 115.000 120.000 0,0% +4,3%
Freistehende Häuser 200.000 200.000 218.000 0,0% +9,0%
Appartements 111.525 120.000 119.250 +7,6% -0,6%
PROVINCIE LUIK Reihenmittelhäuser und Reihenendhäuser 132.000 139.000 142.500 +5,3% +2,5%
Freistehende Häuser 205.000 222.750 225.000 +8,7% +1,0%
Appartements 129.750 135.000 135.000 +4,0% 0,0%
PROVINCIE LIMBURG Reihenmittelhäuser und Reihenendhäuser 175.000 180.000 185.000 +2,9% +2,8%
Freistehende Häuser 225.250 238.500 240.000 +5,9% +0,6%
Appartements 174.900 175.000 185.000 +0,1% +5,7%
PROVINCIE LUXEMBURG Reihenmittelhäuser und Reihenendhäuser 135.000 133.250 140.000 -1,3% +5,1%
Freistehende Häuser 175.000 180.000 185.000 +2,9% +2,8%
Appartements 130.000 145.500 138.000 +11,9% -5,2%
PROVINCIE NAMEN Reihenmittelhäuser und Reihenendhäuser 150.000 149.450 155.000 -0,4% +3,7%
Freistehende Häuser 200.000 200.000 200.000 0,0% 0,0%
Appartements 142.500 150.000 155.000 +5,3% +3,3%

Die Quelldaten für die Immobilienstatistik stammen von der Generalverwaltung der Patrimoniumdokumentation (GVPD) des FÖD Finanzen, besser bekannt als „der Kataster“. Die Statistiken basieren auf den tatsächlichen Verkäufen (Kaufurkunde) und nicht auf Einigungen (die nicht immer zu einem tatsächlichen Verkauf führen). Eine Kaufurkunde wird beim Notar innerhalb einer Frist von vier Monaten nach der Einigung ausgefertigt. Das Referenzdatum in vorliegender Veröffentlichung entspricht also dem Datum der Urkunde.

In früheren Statbel-Publikationen gab es 3 Arten von Wohnungen, nämlich die gewöhnlichen Häuser, die Villen und die Appartements. Diese Klassifizierung basiert auf der im Katasterplan angegebenen Bestimmung. Bei dieser Bestimmung gab es aber zwei Mängel:

  • Die Unterscheidung zwischen den gewöhnlichen Häusern und den Villen war nicht immer eindeutig und außerdem subjektiv: Ein Schätzer, der die Bestimmung zuweisen muss, kann im Vergleich zu einem anderen Schätzer eine unterschiedliche Vorstellung dessen haben, was eine Villa ist;
  • die Bestimmung im Katasterplan wird nicht immer auf dem neuesten Stand gehalten.

Dank der angepassten Datenbank des Katasters kann für die Klassifizierung der Häuser jetzt ein objektives Kriterium verwendet werden, nämlich die Anzahl der Fassaden. Darüber hinaus wird nicht mehr die Bestimmung im Katasterplan betrachtet, sondern die vom Notar in der Kaufurkunde angegebene Bestimmung. Bei jedem Weiterverkauf wird sie neu ermittelt und ist somit grundsätzlich auf dem neuesten Stand.

Der Medianpreis ergibt sich daraus, dass alle Transaktionen pro Aggregat nach dem in der Verkaufsurkunde angegebenen Verkaufspreis (ohne Registrierungspflichten) von niedrig bis hoch geordnet werden und anschließend der Verkaufspreis der mittleren Transaktion ausgewählt wird. Im Fall einer geraden Anzahl von Transaktionen wird der Durchschnitt des Verkaufspreises der beiden mittleren Transaktionen berechnet. Bei Immobilienpreisen ist ein Medianpreis in der Regel ein runder Betrag (im Gegensatz zu einem Durchschnitt); meistens wird ja zwischen Käufer und Verkäufer ein runder Betrag vereinbart. Der mittlere Wert ist daher in der Regel ein runder Betrag. Der Medianpreis ist resistenter gegen den Einfluss extremer Verkaufspreise: Er wird kaum von einer Transaktion mit einem extrem hohen oder extrem niedrigen Preis betroffen sein, vorausgesetzt, es liegen genügend Transaktionen vor. Dies gilt nicht für den Durchschnittspreis: ein Ausreißer wird den Durchschnitt in erheblichem Maße zu sich anziehen. In diesem Zusammenhang ist der Durchschnittspreis weniger stabil als der Medianpreis.

Ein Aggregat ist eine Zusammenfassung von Werten, für die der Medianpreis berechnet wird. Eine solche Zusammenfassung beruht auf einer Kombination von Jahrgang, Semester oder Quartal, Wohnraumtyp und Standort (Gemeinde, Bezirk, Provinz, Region, Belgien).

In den detaillierten herunterladbaren Dateien und auf BE.STAT finden Sie auch der erste und dritte Quartilpreis. Der erste Quartilpreis ist der Medianpreis der ersten Hälfte der Transaktionen, für die die Verkaufspreise von niedrig bis hoch geordnet wurden. Der dritte Quartilpreis ist der Medianpreis der zweiten Hälfte der Transaktionen, für die die Verkaufspreise von niedrig bis hoch geordnet wurden. Zusammen mit dem Medianpreis ermöglichen es die Preise des ersten und dritten Quartils, sich ein Bild von der Streuung der Preise zu machen.

Medianpreise werden erst ab 16 Transaktionen mit einem gültigen Gesamtpreis per Aggregat angezeigt, um eine gewisse Repräsentativität der Ergebnisse sowie die Vertraulichkeit der einzelnen Transaktionen zu gewährleisten.

In früheren Veröffentlichungen wurden sämtliche, im zusammengefassten Datensatz des Katasters enthaltenen Transaktionen in die Berechnung einbezogen. Dazu gehörte auch ein Teil der Neubauten.

Dank des umfangreicheren Datensatzes, über den Statbel seit 2016 verfügt, und nach einer Gesamtanalyse mit unserer Quelle ‒ dem Kataster ‒ ist klar geworden, dass nicht alle tatsächlichen Neubauten in ihrer Datenbank enthalten sind und dass die gespeicherten Daten über die Neubauten, wenn sie vorliegen, nicht immer korrekt sind. Die Datenbank des Katasters erlaubt es daher nicht, ein korrektes Bild des Gesamtverkaufs von Neubauten (primärer Immobilienmarkt) zu erstellen. Die neue, optimierte Methodik berücksichtigt daher nur den sekundären Immobilienmarkt (Weiterverkauf) und filtert alle Neubauten betreffenden Transaktionen heraus.

 

Manchmal gibt es in der Datenbank des Katasters Transaktionen ohne Angabe eines gültigen Preises. Diese Transaktionen sind in der Gesamtzahl der Transaktionen enthalten, werden aber nicht in die Preisberechnung miteinbezogen. Wenn es für ein Aggregat eine oder mehrere Transaktionen mit einem ungültigen Preis gibt, ist die Anzahl der Transaktionen, für die die Preise angezeigt werden, höher als die oben genannte Grenze von 16 Transaktionen, entsprechend der Anzahl der Transaktionen mit einem ungültigen Preis.

Ein Preis wird als ungültig eingestuft, wenn:

  • in der Datenbank des Katasters kein Preis für die Transaktion angegeben wird;
  • die Immobilie zusammen mit anderen Immobilien für ein Gesamtverkaufspreis verkauft wird: Bei im Paket verkaufte Immobilien können keine Einzelpreise ermittelt werden.

Die Katasterdatenbank erlaubt derzeit keine Berechnung repräsentativer Baulandpreise. In vielen Fällen wird das tatsächlich verkaufte Bauland nicht als Bauland eingeordnet, sondern landet zusammen mit anderen unbebauten Grundstücken mit anderer Zweckbestimmung in einer allgemeinen Restkategorie.

Auch für Nichtwohnimmobilien (Landwirtschaft, Handel, usw.) erlaubt die Datenbank des Katasters keine Errechnung repräsentativer Ergebnisse. Immobilien dieser Kategorie werden sehr oft zusammen mit anderen Grundstücken mit unterschiedlichen Bestimmungen in einem Paket zu einem Gesamtverkaufspreis verkauft. Ein Preis pro Einzelgut kann nicht aus der Datenbank des Katasters entnommen werden. Daher können hier keine Medianpreise per Kategorie berechnet werden.

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