Immobilienpreise

Durchschnittspreis der Wohnhäuser erstmals über 220.000 Euro

Bauen & wohnen
Immobilienpreise

Statbel, das belgische Statistikamt, veröffentlicht heute die Zahlen über Immobilien für das erste Quartal 2018. Der Preis für ein normales Wohnhaus in Belgien betrug im ersten Quartal 2018 221.061 Euro und war damit 3,5% höher als im ersten Quartal 2017. Der Durchschnittspreis für eine Villa betrug 362.913 Euro (1,3% teurer), für ein Appartement 226.901 Euro (1,5% teurer).

Im Vergleich zur Entwicklung zwischen 2016 und 2017 (erste Quartale) ist der Preis für Wohnhäuser und Appartements etwas stärker gestiegen, und bei den Villen ist der Anstieg geringer (von 3,5% zwischen 2016-2017 auf 1,3% zwischen 2017-2018).

BELGIEN 2016 2017 2018 Entwicklung % Entwicklung %
(Q1) (Q1) (Q1) 2017/2016 Q1 2018/2017 Q1
normale Wohnhäuser 206.893 213.672 221.061 +3,3% +3,5%
Villen, Bungalows, Landhäuser 346.257 358.293 362.913 +3,5% +1,3%
Appartements, Einzimmerappartements 220.918 223.448 226.901 +1,1% +1,5%
Durchschnittliche Verkaufspreise (Euro)

Die sinkenden Durchschnittspreise für Häuser im Jahr 2009 haben ab 2010 für Preissteigerungen Platz gemacht. Bis 2014 stellen wir fest, dass die Preisanstiege immer abnehmen. Im Jahr 2015 nahmen die Preissteigerungen für die Villen und Appartements zu, die Wohnhäuser folgten 2016. Seitdem liegen die Preissteigerungen für die verschiedenen Kategorien zwischen 1 und 3,5 %.

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(Durchschnittspreis in Euro – erstes Quartal jeden Jahres)

Zweck und Kurzbeschreibung

Diese Statistik zeigt die Zahl der Transaktionen, den Medianpreis und die Quartalspreise der verkauften Häuser und Appartements.

Grundgesamtheit

Die Statistik der Immobilienpreise ist auf alle Immobilientransaktionen basiert, wofür Eintragungsgebühren bezahlt werden müssen. Die Quelldaten hierfür stammen von der Generalverwaltung der Vermögensdokumentation (ehemals 'Grundbuchamt') des Föderalen Öffentlichen Dienstes Finanzen. Die Statistik ist auf die tatsächlichen Verkäufe (die Verkaufsurkunden) basiert, und nicht auf die Vorverkaufsverträge (die nicht immer zu einem Verkauf führen). Eine Verkaufsurkunde wird innerhalb von vier Monaten nach dem Vorverkaufsvertrag beim Notar ausgefertigt.
Das Referenzdatum in der Veröffentlichung ist also das Datum der Urkunde.

Frequenz

Vierteljährlich

Veröffentlichungskalender

Ergebnisse zur Verfügung 3 bis 4 Monate nach dem Bezugszeitraum.

Definitionen

Medianpreis
Der Medianpreis wird ermittelt, indem alle Transaktionen pro Aggregat gemäß dem in der Verkaufsurkunde angegebenen Preis von niedrig bis hoch geordnet werden und dann der Preis der mittleren Beobachtung gewählt wird. Für eine gerade Anzahl von Transaktionen wird der Durchschnitt der beiden mittleren Transaktionen berechnet.

Erster und dritter Quartilspreis
Der erste Quartilspreis ist der Medianpreis der ersten Hälfte der Beobachtungen, deren Preis von niedrig bis hoch geordnet wurde. Der dritte Quartilspreis ist der Medianpreis der zweiten Hälfte der Beobachtungen, deren Preis von niedrig nach hoch geordnet wurde. Zusammen mit dem Medianpreis ermöglichen der erste und dritte Quartilspreis ein Bild der Preisverteilung.

Ein Aggregat ist eine Gruppierung, für die die Medianpreise berechnet wurden.
Diese Gruppierung besteht aus einer Kombination von Jahr, Semester oder Quartal, Wohnungstyp und Standort (Gemeinde, Bezirk, Provinz, Region, Belgien).

Anmerkungen

Medianpreise werden nur ab 16 Transaktionen mit einem gültigen Preis pro Aggregat wiedergegeben, um eine bestimmte Repräsentativität zu erreichen und die Vertraulichkeit der einzelnen Transaktionen zu gewährleisten.

Manchmal gibt es Transaktionen in der Katasterdatenbank, ohne Erwähnung eines gültigen Preises.
Diese Transaktionen sind in der Gesamtzahl der Transaktionen enthalten, werden aber nicht in die Preisberechnung einbezogen. Handelt es sich bei einem Aggregat um eine oder mehrere Transaktionen mit einem ungültigen Preis, so liegt die Anzahl der Transaktionen, für die die Preise gezeigt werden, entsprechend der Anzahl der Transaktionen mit einem ungültigen Preis über der oben genannte Grenze von 16 Transaktionen.

Ein Preis kann ungültig sein, wenn:

  • kein Preis in der Datenbank des Katasters für die Transaktion erwähnt wird;
  • die Immobilie zusammen mit anderen Immobilien zu einem Gesamtpreis verkauft wurde; Einzelpreise der im Paket verkauften Immobilien können nicht bestimmt werden.

Neubauten, die dem Mehrwertsteuersystem unterliegen, nicht in die Berechnung einbezogen werden, da nicht alle notwendigen Daten systematisch in der Katasterdatenbank verfügbar sind.
Die Katasterdatenbank erlaubt derzeit keine Berechnung der Baulandpreise. In vielen Fällen wird das tatsächlich verkaufte Bauland nicht als Bauland eingestuft, sondern zusammen mit anderen für andere Zwecke genutzten Grundstücken in eine allgemeine Restkategorie eingeordnet.

Auch für Nichtwohnimmobilien (Landwirtschaft, Handel, usw.) erlaubt die Katasterdatenbank keine Ergebnisberechnung. Immobilien dieser Kategorie werden sehr häufig in einem Paket zusammen mit anderen Grundstücken mit unterschiedlicher Nutzung zu einem einzigen Gesamtpreis verkauft, so dass ein Preis pro Einzelimmobilie nicht abgeleitet werden kann und somit keine Medianpreise pro Kategorie berechnet werden können.

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