Immobilienpreise

Immobilienpreise - drittes Quartal 2022

Bauen & wohnen
Immobilienpreise - drittes Quartal 2022

Statbel, das belgische Statistikamt, veröffentlicht heute die belgischen Immobilienpreise des dritten Quartals 2022 auf der Grundlage der vom FÖD Finanzen registrierten Kaufverträge.

Die wichtigsten Ergebnisse:

  • Der belgische Medianpreis für ein Reihenmittelhaus oder ein Reihenendhaus belief sich auf 260.000 Euro. Ein Einzelhaus kostete 365.000 Euro.
  • Die Wallonische Region ist die billigste Region mit einem Medianpreis von 180.000 Euro für Reihenmittelhäuser oder Reihenendhäuser und 295.000 Euro für Einzelhäuser.
  • Danach folgt die Flämische Region. In dieser Region kosteten Reihenmittelhäuser oder Reihenendhäuser 295.000 Euro und Einzelhäuser 400.000 Euro.
  • Die Region Brüssel-Hauptstadt ist die teuerste Region für alle Wohnungsarten. Reihenmittelhäuser oder Reihenendhäuser kosteten in dieser Region 499.000 Euro. Für Einzelhäuser belief sich der Medianpreis in dieser Region auf 1.075.000 Euro.
  • Flämisch-Brabant und Wallonisch-Brabant sind die teuersten Provinzen. Die billigste flämische Provinz ist Limburg und die billigste wallonische Provinz ist Hennegau.
  • Ixelles ist die teuerste Gemeinde. In Hastière sind die preisgünstigsten Häuser zurückzufinden.

Belgien

Der Medianpreis für ein Reihenmittel- oder Reihenendhaus belief sich im 3. Quartal 2022 auf 260.000 Euro. Ein Einzelhaus kostete 365.000 Euro. Appartements kosteten 235.000 Euro :

BELGIEN 2020 2021 2022 Entwicklung % Entwicklung %
(Q3) (Q3) (Q3) 2021(Q3) / 2020(Q3) 2022(Q3) / 2021(Q3)
normale Wohnhäuser 220.000 245.000 260.000 +11,4% +6,1%
Villen, Bungalows, Landhäuser 315.000 350.000 365.000 +11,1% +4,3%
Appartements, Einzimmerappartements 204.500 222.000 235.000 +8,6% +5,9%
Medianpreis (Euro)

Im Vergleich zum dritten Quartal 2021 stiegen die Medianpreise für Reihenend- und Reihenmittelhäuser um 6,1%, was einem Anstieg von 15.000 Euro entspricht. Für Einzelhäuser gab es eine Preissteigerung von 4,3% oder 15.000 Euro. Appartements wurden um 5,9% teurer, was einem Preisanstieg von 13.000 Euro entspricht.

(Die Grafik zeigt die Medianpreise des dritten Quartals für jedes Jahr)

Die Regionen

Es gibt deutliche regionale Unterschiede:

  • Die Wallonische Region ist die billigste Region. Im dritten Quartal 2022 verzeichneten Reihenend- und Reihenmittelhäuser mit einem Medianpreis von 180.000 Euro einen Preisanstieg um 5,9% gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Preise für Einzelhäuser stiegen um 5,4% auf 295.000 Euro. Appartements wurden mit einem Mehrpreis von 5.000 Euro um 2,9% teurer und kosteten 175.000 Euro:
WALLONISCHE REGION 2020 2021 2022 Entwicklung % Entwicklung %
(Q3) (Q3) (Q3) 2021(Q3) / 2020(Q3) 2022(Q3) / 2021(Q3)
normale Wohnhäuser 156.000 170.000 180.000 +9,0% +5,9%
Villen, Bungalows, Landhäuser 251.000 280.000 295.000 +11,6% +5,4%
Appartements, Einzimmerappartements 155.000 170.000 175.000 +9,7% +2,9%
Medianpreis (Euro)
  • Danach folgt die Flämische Region. Reihenend- und Reihenmittelhäuser kosteten in dieser Region 295.000 Euro, was einem Anstieg um 22.000 Euro (+8,1%) gegenüber dem dritten Quartal 2021 entspricht. Einzelhäuser (400.000 Euro) verzeichneten einen Preisanstieg von 5,3% oder 20.000 Euro. Der Medianpreis für Appartements stieg um 6,7% und belief sich auf 240.000 Euro.
FLÄMISCHE REGION 2020 2021 2022 Entwicklung % Entwicklung %
(Q3) (Q3) (Q3) 2021(Q3) / 2020(Q3) 2022(Q3) / 2021(Q3)
normale Wohnhäuser 250.000 273.000 295.000 +9,2% +8,1%
Villen, Bungalows, Landhäuser 342.750 380.000 400.000 +10,9% +5,3%
Appartements, Einzimmerappartements 206.600 225.000 240.000 +8,9% +6,7%
Medianpreis (Euro)
  • Die Region Brüssel-Hauptstadt ist die teuerste Region für alle Wohnungsarten. Reihenmittel- oder Reihenendhäuser kosteten knapp eine halbe Million Euro und wurden 14.000 Euro (+2,9%) teurer. Einzelhäuser verzeichneten einen Rückgang des Medianpreises um 2,9% und kosteten 1.075.000 Euro . Appartements wurden teurer und kosteten 262.250 Euro, was einer Preissteigerung von 4,9% entspricht.
REGION BRÜSSEL-HAUPTSTADT 2020 2021 2022 Entwicklung % Entwicklung %
(Q3) (Q3) (Q3) 2021(Q3) / 2020(Q3) 2022(Q3) / 2021(Q3)
normale Wohnhäuser 436.000 485.000 499.000 +11,2% +2,9%
Villen, Bungalows, Landhäuser 1.220.000 1.107.500 1.075.000 -9,2% -2,9%
Appartements, Einzimmerappartements 230.000 250.000 262.250 +8,7% +4,9%
Medianpreis (Euro)

Die Provinzen

In der Flämischen Region waren Häuser und Etagenwohnungen im dritten Quartal 2022 in der Provinz Flämisch-Brabant am teuersten: ein Reihenend- oder Reihenmittelhaus kostete dort 350.000 Euro und der Medianpreis für ein Einzelhaus lag bei 450.000 Euro. Appartements kosteten in dieser Provinz 260.000 Euro. Häuser und Etagenwohnungen waren am billigsten in Limburg: 240.000 für ein Reihenend- oder Reihenmittelhaus und 311.500 Euro für ein Einzelhaus. Der Medianpreis für Etagenwohnungen lag in dieser Provinz bei 222.000 Euro.

In der Wallonischen Region war die Provinz Wallonisch-Brabant für alle Kategorien am teuersten. Reihenend- und Reihenmittelhäuser kosteten in dieser Provinz 320.000 Euro, für Einzelhäuser lag der Medianpreis bei 450.000 Euro und Wohnungen kosteten 250.000 Euro. Die Provinz Hennegau war für Reihenmittel- oder Reihenendhäuser (159.000 Euro) und für Appartements (140.000 Euro) am billigsten. Die billigsten Einzelhäuser waren in Namur zu finden (265.000 Euro).

Die Gemeinden

Ixelles ist die teuerste Gemeinde, Hastière die billigste

Die folgenden Tabellen enthalten eine Rangliste der teuersten und billigsten Gemeinden pro Region, auf der Grundlage der im dritten Quartal 2022 geltenden Preise aller Reihenend-, Reihenmittel- und Einzelhäuser.

Die teuerste flämische Gemeinde war Sint-Martens-Latem mit einem Medianpreis von 772.500 Euro. Die billigsten Häuser in dieser Region gab es in Menen mit einem Medianpreis von 180.000 Euro.

Die teuersten wallonischen Wohnungen befinden sich in Lasne (695.000 Euro) und die billigsten in Hastière (110.000 Euro).

In der Region Brüssel-Hauptstadt wurde in der Gemeinde Ixelles mit 840.000 Euro der höchste Medianpreis verzeichnet. In der Gemeinde Anderlecht gab es den niedrigsten Medianpreis in dieser Region (327.000 Euro).

Häuser in der Flämischen Region

teuerste Gemeinden Medianpreis billigste Gemeinden Medianpreis
1 SINT-MARTENS-LATEM (33) 772.500 1 MENEN (120) 180.000
2 KNOKKE-HEIST (90) 750.000 2 RONSE (102) 195.750
3 WEZEMBEEK-OPPEM (37) 625.000 3 ALVERINGEM (20) 213.750
4 HOVE (20) 612.950 4 TONGEREN (75) 214.228
5 SCHILDE (71) 605.000 5 STADEN (33) 225.000
6 KRAAINEM (32) 588.000 6 GERAARDSBERGEN (115) 230.000
7 TERVUREN (61) 585.000 7 WEVELGEM (95) 230.000
8 SINT-GENESIUS-RODE (52) 562.500 8 LEOPOLDSBURG (31) 230.000
9 DE PINTE (23) 548.000 9 HEERS (19) 232.500
10 ZOERSEL (51) 517.500 10 PEER (22) 234.500
11 HOEILAART (25) 515.000 11 POPERINGE (71) 235.000
12 OVERIJSE (64) 507.500 12 TIENEN (103) 235.000
13 LENNIK (18) 497.500 13 LANDEN (48) 235.100
14 OUD-HEVERLEE (30) 494.615 14 WERVIK (44) 240.000
15 BRASSCHAAT (96) 490.000 15 DE PANNE (27) 241.000
16 WEMMEL (26) 482.500 16 HEUVELLAND (26) 242.500
17 WOMMELGEM (32) 477.500 17 IZEGEM (86) 243.000
18 EDEGEM (59) 460.684 18 MIDDELKERKE (63) 246.000
19 BIERBEEK (21) 459.500 19 KORTRIJK (218) 246.000
20 LINT (18) 458.000 20 MOORSLEDE (30) 247.500
(die Anzahl der Transaktionen ist in Klammern angegeben)"

Häuser in der Wallonischen Region

teuerste Gemeinden Medianpreis billigste Gemeinden Medianpreis
1 LASNE (39) 695.000 1 HASTIERE (48) 110.000
2 WATERLOO (61) 507.500 2 COLFONTAINE (69) 122.500
3 RIXENSART (54) 505.000 3 FRAMERIES (44) 125.000
4 CHAUMONT-GISTOUX (29) 475.000 4 COUVIN (33) 125.000
5 TERHULPEN (18) 428.250 5 HENSIES (18) 126.500
6 BEVEKOM (18) 419.500 6 BOUSSU (62) 127.500
7 KASTEELBRAKEL (25) 410.000 7 DOUR (54) 132.000
8 OTTIGNIES-LOUVAIN-LA-NEUVE (55) 392.500 8 ERQUELINNES (19) 135.000
9 EIGENBRAKEL (83) 380.000 9 PEPINSTER (27) 137.500
10 VILLERS-LA-VILLE (21) 380.000 10 QUAREGNON (55) 139.000
11 WAVER (70) 375.000 11 TROOZ (39) 145.000
12 GRAVEN (40) 357.500 12 CHARLEROI (464) 149.000
13 RAEREN (23) 345.500 13 DISON (35) 149.000
14 NEUPRE (19) 345.000 14 QUIEVRAIN (20) 149.250
15 GENEPIEN (33) 344.000 15 BELOEIL (38) 150.000
16 AARLEN (58) 340.000 16 FARCIENNES (23) 155.000
17 JURBEKE (21) 332.500 17 SERAING (148) 157.000
18 REBECQ (36) 330.000 18 FONTAINE-L'EVEQUE (48) 159.000
19 NIJVEL (51) 310.000 19 VIROINVAL (16) 159.500
20 GELDENAKEN (43) 310.000 20 CHATELET (88) 160.000
(die Anzahl der Transaktionen ist in Klammern angegeben)"

Häuser in der Region Brüssel-Hauptstadt

teuerste Gemeinden Medianpreis billigste Gemeinden Medianpreis
1 ELSENE (24) 840.000 1 ANDERLECHT (59) 327.000
2 SINT-PIETERS-WOLUWE (41) 773.000 2 SINT-JANS-MOLENBEEK (19) 362.000
3 WATERMAAL-BOSVOORDE (23) 735.000 3 BRUSSEL (59) 397.500
4 SINT-LAMBRECHTS-WOLUWE (36) 725.000 4 SINT-AGATHA-BERCHEM (24) 398.500
5 UKKEL (86) 720.000 5 JETTE (24) 420.000
(die Anzahl der Transaktionen ist in Klammern angegeben)"

Anlagen

Übersichtstabelle der Medianpreise

Medianpreis (Euro) 2020
(Q3)
2021
(Q3)
2022
(Q3)
Entwicklung %
2021(Q3) / 2020(Q3)
Entwicklung %
2022(Q3) / 2021(Q3)
BELGIEN Häuser mit 2 oder 3 Fassaden (Reihenmittelhäuser und Reihenendhäuser) 220.000 245.000 260.000 +11,4% +6,1%
Häuser mit 4 oder mehr Fassaden (Einzelhäuser) 315.000 350.000 365.000 +11,1% +4,3%
Appartements 204.500 222.000 235.000 +8,6% +5,9%
FLÄMISCHE REGION Häuser mit 2 oder 3 Fassaden (Reihenmittelhäuser und Reihenendhäuser) 250.000 273.000 295.000 +9,2% +8,1%
Häuser mit 4 oder mehr Fassaden (Einzelhäuser) 342.750 380.000 400.000 +10,9% +5,3%
Appartements 206.600 225.000 240.000 +8,9% +6,7%
WALLONISCHE REGION Häuser mit 2 oder 3 Fassaden (Reihenmittelhäuser und Reihenendhäuser) 156.000 170.000 180.000 +9,0% +5,9%
Häuser mit 4 oder mehr Fassaden (Einzelhäuser) 251.000 280.000 295.000 +11,6% +5,4%
Appartements 155.000 170.000 175.000 +9,7% +2,9%
REGION BRÜSSEL-HAUPTSTADT Häuser mit 2 oder 3 Fassaden (Reihenmittelhäuser und Reihenendhäuser) 436.000 485.000 499.000 +11,2% +2,9%
Häuser mit 4 oder mehr Fassaden (Einzelhäuser) 1.220.000 1.107.500 1.075.000 -9,2% -2,9%
Appartements 230.000 250.000 262.250 +8,7% +4,9%
PROVINZ ANTWERPEN Häuser mit 2 oder 3 Fassaden (Reihenmittelhäuser und Reihenendhäuser) 275.000 300.000 330.000 +9,1% +10,0%
Häuser mit 4 oder mehr Fassaden (Einzelhäuser) 362.500 406.000 429.000 +12,0% +5,7%
Appartements 200.000 220.000 239.290 +10,0% +8,8%
PROVINZ FLÄMISCH-BRABANT Häuser mit 2 oder 3 Fassaden (Reihenmittelhäuser und Reihenendhäuser) 290.000 325.000 350.000 +12,1% +7,7%
Häuser mit 4 oder mehr Fassaden (Einzelhäuser) 374.750 425.000 450.000 +13,4% +5,9%
Appartements 231.500 240.000 260.000 +3,7% +8,3%
PROVINZ WALLONISCH-BRABANT Häuser mit 2 oder 3 Fassaden (Reihenmittelhäuser und Reihenendhäuser) 290.000 315.000 320.000 +8,6% +1,6%
Häuser mit 4 oder mehr Fassaden (Einzelhäuser) 417.500 445.500 450.000 +6,7% +1,0%
Appartements 211.250 240.000 250.000 +13,6% +4,2%
PROVINZ WESTFLANDERN Häuser mit 2 oder 3 Fassaden (Reihenmittelhäuser und Reihenendhäuser) 220.000 237.000 252.000 +7,7% +6,3%
Häuser mit 4 oder mehr Fassaden (Einzelhäuser) 345.000 381.000 390.000 +10,4% +2,4%
Appartements 200.000 223.250 225.000 +11,6% +0,8%
PROVINZ OSTFLANDERN Häuser mit 2 oder 3 Fassaden (Reihenmittelhäuser und Reihenendhäuser) 245.000 268.000 290.000 +9,4% +8,2%
Häuser mit 4 oder mehr Fassaden (Einzelhäuser) 360.000 400.000 435.000 +11,1% +8,8%
Appartements 220.000 232.850 250.000 +5,8% +7,4%
PROVINZ HENNEGAU Häuser mit 2 oder 3 Fassaden (Reihenmittelhäuser und Reihenendhäuser) 135.000 150.000 159.000 +11,1% +6,0%
Einzelhäuser (Häuser mit 4 oder mehr freien Seiten) 233.750 260.000 275.000 +11,2% +5,8%
Appartements 135.000 145.000 140.000 +7,4% -3,4%
PROVINZ LÜTTICH Häuser mit 2 oder 3 Fassaden (Reihenmittelhäuser und Reihenendhäuser) 160.000 175.000 184.750 +9,4% +5,6%
Häuser mit 4 oder mehr Fassaden (Einzelhäuser) 250.000 285.000 295.000 +14,0% +3,5%
Appartements 147.500 165.000 171.750 +11,9% +4,1%
PROVINZ LIMBURG Häuser mit 2 oder 3 Fassaden (Reihenmittelhäuser und Reihenendhäuser) 212.000 225.000 240.000 +6,1% +6,7%
Häuser mit 4 oder mehr Fassaden (Einzelhäuser) 267.000 289.000 311.500 +8,2% +7,8%
Appartements 190.000 215.000 222.000 +13,2% +3,3%
PROVINZ LUXEMBURG Häuser mit 2 oder 3 Fassaden (Reihenmittelhäuser und Reihenendhäuser) 172.250 185.000 213.500 +7,4% +15,4%
Häuser mit 4 oder mehr Fassaden (Einzelhäuser) 225.000 245.500 275.000 +9,1% +12,0%
Appartements 158.375 185.000 185.000 +16,8% 0,0%
PROVINZ NAMEN Häuser mit 2 oder 3 Fassaden (Reihenmittelhäuser und Reihenendhäuser) 175.000 187.000 200.000 +6,9% +7,0%
Häuser mit 4 oder mehr Fassaden (Einzelhäuser) 220.000 250.000 265.000 +13,6% +6,0%
Appartements 160.000 170.000 175.000 +6,3% +2,9%
Medianpreis nach Gebäudetyp
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Karte
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Allgemeine Situation

Die Statistik der Immobilienpreise basiert auf den Verkaufsurkunden, die vom FÖD Finanzen und genauer gesagt von der Generalverwaltung der Vermögensdokumentation, besser bekannt als Kataster, registriert werden.

Bis 2004 wurden die erforderlichen Daten in Papierform an Statbel übermittelt. Ab 2005 wurden die Daten auf der Grundlage des Registrierungssystems CADNET/LOCO digital übertragen. Ab 2016 hat die Generalverwaltung der Vermögensdokumentation das System CADNET/LOCO durch das System STIPAD ersetzt.

In diesem Dokument wird die Methodik zur Berechnung der Immobilienpreise beschrieben.

Freihändige Verkäufe gegenüber öffentliche Verkäufe

Bei einem freihändigen Verkauf einer Immobilie einigen sich Käufer und Verkäufer untereinander auf einen Verkaufspreis.

Bei einem öffentlichen Verkauf wird eine Immobilie nach dem Höchstgebotsverfahren verkauft. Dieser Verkauf findet in der Regel unter Aufsicht eines Notars an einem öffentlichen Ort (z. B. einer Kneipe) statt und wird z. B. in einer Lokalzeitung angekündigt. Die von Statbel berechneten Immobilienpreise beruhen sowohl auf freihändigen als auch auf öffentlichen Verkäufen.

Vorverträge gegenüber Urkunden

Beim freihändigen Verkauf einer Immobilie wird zunächst ein Vorvertrag zwischen Verkäufer und Käufer geschlossen. Die Unterzeichnung der öffentlichen Urkunde erfolgt innerhalb von 4 Monaten nach dem Datum des Vorvertrags beim Notar (Ausfertigung der Urkunde).

Nicht alle Kompromisse führen zu einem effektiven Verkauf. Nach Unterzeichnung des Vorvertrags findet der Käufer möglicherweise nicht die erforderliche Finanzierung, beispielsweise weil die Bank einen Hypothekenkredit ablehnt.

Die von Statbel berechneten Immobilienpreise basieren auf den vom Notar ausgefertigten Urkunden. Es geht also um die effektiven Verkäufe und nicht um die Vorverträge.

Verkaufspreis

Neben dem vereinbarten Verkaufspreis muss der Käufer auch Nebenkosten zahlen, wie z. B. Registrierungsgebühren (oder Mehrwertsteuer im Falle eines Neubaus) sowie das Honorar des Notars für die Beurkundung. Wird ein Hypothekendarlehen aufgenommen, kommen die Hypothekeneintragungsgebühren und eventuelle Bearbeitungsgebühren der Bank hinzu.

Für die Berechnung der Immobilienpreise wird nur der vereinbarte Verkaufspreis ohne Nebenkosten berücksichtigt.

Art der Immobilie

Wohnimmobilien

Im Datensatz des Katasters, auf den Statbel von 2005 bis 2017 für die Berechnung der Immobilienpreise Zugang hatte, gibt es folgende Immobilienkategorien:

  • Wohnhäuser
  • Villen
  • Etagenwohnungen

Diese Kategorien beruhen auf der im Katasterplan genannten Art. Diese Art wird bestimmt, sobald ein neues Gebäude vollendet worden ist Danach wird diese Art nicht immer aktualisiert, wenn sich der Verwendungszweck des Gebäudes ändert. Die Klassifizierung ‚Wohnhaus‘ bzw. ‚Villa‘ beruht auf der (subjektiven) Einschätzung des Schätzungsberaters des Katasters.

Im weiteren Verlauf dieses Dokuments werden die nach der obigen Klassifizierung berechneten Immobilienpreise als Immobilienpreise nach der "alten Methodik" bezeichnet.

Ab 2017 wurde Statbel ein umfassenderer Datensatz mit einer detaillierteren Beschreibung der Immobilie zur Verfügung gestellt. Es handelt sich um zwei zusätzliche Variablen: die Beschaffenheit gemäß dem Kaufvertrag und dem Baucode.

Dank dieser zusätzlichen Informationen kann die Methodik weiter optimiert werden:

  • Für die Bestimmung des Gebäudetyps wird nicht mehr die auf dem Katasterplan angegebene Beschaffenheit berücksichtigt, sondern die in der Kaufurkunde. Diese ist aktueller, da sie bei jedem Verkauf (vom Notar) neu festgelegt wird.
  • Für Häuser gibt es jetzt eine objektive Unterteilung nach der Anzahl der Giebel: Bei der alten Methode gab es Wohnhäuser und Villen, aber diese Qualifikation ist subjektiv. In der angepassten Methodik wird nun zwischen Häusern mit 2 oder 3 Giebeln und Häusern mit 4 oder mehr Giebeln unterschieden.

Im weiteren Verlauf dieses Dokuments werden die auf der Grundlage der Beschaffenheit laut Kaufurkunde berechneten Immobilienpreise als Immobilienpreise nach der "neuen Methodik" bezeichnet.

Grundstücke

Die zusätzlich bereitgestellten Variablen ermöglichen keine Berechnung von Referenzpreisen für Baugrundstücke. Der Grund dafür ist, dass ein großer Teil der effektiven Baugrundstücke einer Restkategorie zugeordnet ist, die alles Mögliche enthalten kann: landwirtschaftliche Flächen, Industrieflächen, Baugrundstücke usw. Es handelt sich um mehr als 50% aller Baugrundstücke.

Andere Arten von Immobilien

Auch für Nichtwohnimmobilien (Landwirtschaft, Handel, usw.) erlaubt die Katasterdatenbank keine Ergebnisberechnung. Immobilien dieser Kategorie werden sehr häufig in einem Paket zusammen mit anderen Grundstücken mit unterschiedlicher Nutzung zu einem einzigen Gesamtpreis verkauft, so dass ein Preis pro Einzelimmobilie nicht abgeleitet werden kann und somit keine Medianpreise pro Kategorie berechnet werden können.

Neubau

Bei der alten Methodik wurden alle Transaktionen, die im zusammengefassten Datensatz des Katasters enthalten waren, in die Berechnung einbezogen. Dazu gehörte auch ein Teil der Neubauten. Dank des umfangreicheren Datensatzes, der Statbel seit 2016 zur Verfügung steht, und nach einer gemeinsamen Analyse mit dem Kataster ist klar geworden, dass nicht alle tatsächlichen Neubauten in der Datenbank erfasst werden und dass die Daten über die Neubauten nicht immer akkurat sind. Die Datenbank des Katasters erlaubt daher kein korrektes Bild der Gesamtverkäufe von Neubauten. Daher berücksichtigt die neue optimierte Methodik nur den sekundären Immobilienmarkt (Wiederverkauf) und filtert alle Transaktionen im Zusammenhang mit Neubauten heraus.

Bereinigung der Datensätze

Die vom Kataster gelieferten Datensätze werden auf zwei Arten bereinigt.

Einerseits werden alle Transaktionen herausgefiltert, die nicht zur Grundgesamtheit der Statistik gehören. Diese Transaktionen werden bei der Berechnung des Referenzpreises oder der Anzahl der Transaktionen nicht berücksichtigt. Dies betrifft zum Beispiel Übertragungen infolge von Erbschaften. Die optimierte Methodik filtert auch Neubauten heraus.

Auch Transaktionen, bei denen wesentliche Informationen unbekannt sind – wie z. B. das Verkaufsdatum oder die Art der Immobilie – werden herausgefiltert.

Andererseits werden eine Reihe von Filtern verwendet, wenn fehlende Daten erkannt werden. In diesem Fall ermöglichen die fehlenden Daten die Berücksichtigung der Transaktionen bei der Berechnung der Anzahl der Transaktionen, sie werden jedoch bei der Berechnung des Referenzpreises nicht berücksichtigt. Dies betrifft beispielsweise Transaktionen, bei denen nur der Preis fehlt. Auch Transaktionen, bei denen mehrere Immobilien gebündelt zu einem Gesamtpreis weiterverkauft werden, unterliegen dieser Kategorie.

Ergebnisse

Bei der alten Methodik bestehen die berechneten Ergebnisse aus den Durchschnittspreisen, Medianpreisen, Perzentilpreisen, der Anzahl der Transaktionen, Gesamtpreisen und Gesamtflächen.

Mit der neuen optimierten Methodik bestehen die berechneten Ergebnisse aus Medianpreisen, Perzentilpreisen und der Anzahl der Transaktionen.

Die Ergebnisse sind nach Jahr, Semester oder Trimester, nach Wohnungstyp und nach Ort (Gemeinden, Bezirke, Provinzen, Regionen und das Königreich) gruppiert.

Referenzpreis: Durchschnittspreis gegenüber Medianpreis

Im Falle von statistischen Aufteilungen, die durch Beobachtungen mit Extremwerten geprägt sind (wie z. B. der Verkaufspreis von Immobilien), sollte man berücksichtigen, dass der Mittelwert als zentrales Maß stark von diesen Extremwerten beeinflusst wird: Ein Extremwert wird der Mittelwert in erheblichem Maße nach oben oder unten ziehen.

Ein geeigneteres zentrales Maß ist der Medianpreis. Das ist der Preis, bei dem 50% der Transaktionen billiger und 50% teurer sind. Der Einfluss von Extremwerten ist bei diesem Maß minimal oder gar nicht vorhanden: Der Median ändert sich nicht oder kaum, wenn ein Extremwert weggelassen oder in die Berechnung aufgenommen wird (im Gegensatz zum Mittelwert). Der Medianpreis ist daher ein stabileres Maß als der Durchschnittspreis.

In den Veröffentlichungen von Statbel wird der Medianpreis als Referenzpreis verwendet.

Perzentilpreise

Die Perzentilpreise sind zusätzliche Maße, die zusammen mit dem Medianpreis ein besseres Bild der statistischen Verteilung der Preise liefern. Das 25. Perzentil (auch erstes Quartil genannt = Q25) ist der Preis, bei dem 25% der Transaktionen genauso teuer oder billiger und 75% der Transaktionen genauso teuer oder teurer sind.

Das 75. Perzentil (auch drittes Quartil genannt = Q75) ist der Preis, bei dem 75% der Transaktionen gleich oder günstiger und 25% der Transaktionen genauso teurer oder teurer sind.

Medianpreise und Perzentilpreise werden nur ab 16 Transaktionen mit einem gültigen Preis pro Aggregat wiedergegeben, um eine bestimmte Repräsentativität zu erreichen und die Vertraulichkeit der einzelnen Transaktionen zu gewährleisten. Manchmal gibt es Transaktionen in der Katasterdatenbank, ohne Erwähnung eines gültigen Preises. Diese Transaktionen sind in der Gesamtzahl der Transaktionen enthalten, werden aber nicht in die Preisberechnung einbezogen. Wenn es für ein Aggregat eine oder mehrere Transaktionen mit einem ungültigen Preis gibt, wird die Anzahl der Transaktionen, für die Preise angezeigt werden, entsprechend der Anzahl der Transaktionen mit einem ungültigen Preis höher sein als die oben genannte Grenze von 16 Transaktionen.

Gesamtpreis

Aufgrund der relativ hohen Anzahl von Transaktionen, bei denen der Preis fehlt (insbesondere seit STIPAD), wird mit der neuen optimierten Methodik kein Gesamtpreis mehr veröffentlicht.

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