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Erneuter Anstieg der Zahl der offenen Stellen

Beschäftigung & Ausbildung
Erneuter Anstieg der Zahl der offenen Stellen

Statbel, das belgische Statistikamt, veröffentlicht heute die Zahl der offenen Stellen in belgischen Unternehmen im dritten Quartal 2021. Die Quote der offenen Stellen - der Anteil der offenen Stellen an der Gesamtheit aller Arbeitsstellen im Unternehmen - steigt vor allem im Grundstücks- und Wohnungswesen, im Bereich Information und Kommunikation und im Baugewerbe. Die Quote der offenen Stellen für Zeitarbeitsstellen ist nach wie vor wesentlich höher als die der Dauerarbeitsplätze.

 

 

Gesamtzahl der offenen Stellen steigt um 13,80%

Im dritten Quartal 2021 gab es 196.227 offene Stellen in belgischen Unternehmen, im Vergleich zu 172.437 im zweiten Quartal 2021. Das ist ein Anstieg um 13,80%. Dieser Anteil ist die höchste Zahl offener Stellen seit Beginn der Erhebung (2012).

Die Quote der offenen Stellen - die Zahl der offenen Stellen im Verhältnis zur Gesamtzahl der Arbeitsplätze im Unternehmen - stieg ebenfalls von 4,18% auf 4,74%.

 

Die Zahl der offenen Stellen ist in den drei Regionen gestiegen, mit einem Anstieg von 19.351 offenen Stellen in Flandern, 2.227 in Wallonien und 2.211 in Brüssel im Vergleich zum zweiten Quartal 2021.

Mit 68% aller offenen Stellen in Belgien ist Flandern weiterhin die Region mit den meisten offenen Stellen. Danach folgen Wallonien mit 20% und Brüssel mit 12%.

Die Quote der offenen Stellen ist in Flandern (5,43%) nach wie vor höher als in Wallonien (3,75%) und Brüssel (3,67%).

 

 

 

Unternehmenstypen und Art der Arbeitsstellen

In großen und mittleren Unternehmen gibt es 3,06 Mal mehr offene Stellen als in Kleinunternehmen. Allerdings ist die Quote der offenen Stellen in kleinen Unternehmen (8,83%) nach wie vor höher als in großen und mittleren Unternehmen (4,11%).

Obwohl mehr offene Stellen für unbefristete Arbeit angeboten werden (85,08%), ist die Quote der offenen Stellen für befristete Arbeitsstellen (20,30%) deutlich höher als für unbefristete Arbeitsstellen (4,17%).

Verteilung nach Wirtschaftszweigen (NACE)

Mehr als drei Viertel (75,2%) der offenen Stellen entfallen auf fünf Wirtschaftsbereiche: den gemeinnützigen Sektor, Erbringung von wissenschaftlichen und sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen, Industrie, Handel und Baugewerbe.

Die Quote der offenen Stellen steigt vor allem in den Sektoren Grundstücks- und Wohnungswesen (+2,58 Prozentpunkte), Information- und Kommunikation (+1,87 Prozentpunkte) und Baugewerbe (+1,33 Prozentpunkte). Dieser Prozentsatz ist übrigens nach wie vor am höchsten im Bereich Gastgewerbe/Beherbergung und Gastronomie (11,3%) und am niedrigsten im gemeinnützigen Sektor (2,8%).

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Offene Stellen
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Offene-Stellen-Quote , Zahl und Verteilung der offenen Stellen gemäß der Art der offenen Stellen und der Unternehmen im 3. Quartal 2021

Offene Stellen Im 3. Quartal 2021 Evolution in Bezug auf das 2. Quartal 2021 Evolution in Bezug auf das T3-2020
Zahl der offenen Stellen (x1.000) Verteilung der offenen Stellen Offene-Stellen-Quote Zahl der offenen Stellen Offene-Stellen-Quote Zahl der offenen Stellen Offene-Stellen-Quote
Feste Arbeitsplätze 167 85,1% 4,2% +13,3% +0,5% +48,6% +1,3%
Zeitarbeitsstellen 29 14,9% 20,3% +17,0% +1,4% +54,1% +3,0%
Unternehmen (<10 Arbeitnehmer) 48 24,6% 8,8% +21,7% +1,6% +71,3% +3,1%
Unternehmen (>10 Arbeitnehmer) 148 75,4% 4,1% +11,4% +0,4% +43,4% +1,2%
Belgien 196 100,0% 4,7% +13,8% +0,6% +49,4% +1,5%
Tätigkeitssektoren (NACE-)
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Zahl und Anteil der offenen Stellen gemäß den Tätigkeitssektoren und den Regionen im 3. Quartal 2021

Tätigkeitssektoren (NACE- Zahl der offenen Stellen im 3. Quartal 2021 (x 1.000) Verhältnis der offenen Stellen im 3. Quartal 2021
Belgien Belgien % Region Brüssel Hauptstadt Region Flandern Region Wallonien Belgien Region Brüssel Hauptstadt Region Flandern Region Wallonien
Industrie (B-E) 29,7 15,1% 0,6 24,1 4,9 100,0% 2,2% 81,3% 16,5%
Baugewerbe (F) 18,2 9,3% 0,5 14,2 3,5 100,0% 2,8% 78,0% 19,2%
Handel (G) 23,9 12,2% 1,5 18,6 3,7 100,0% 6,4% 78,0% 15,5%
Transport (H) 11,9 6,0% 2,8 7,4 1,6 100,0% 23,9% 62,8% 13,3%
Hotel- und Gaststättengewerbe (I) 13,9 7,1% 0,5 10,5 2,9 100,0% 3,9% 75,4% 20,7%
IKT (J) 12,5 6,4% 2,3 7,3 2,8 100,0% 18,7% 58,7% 22,6%
Finanz und Versicherungen (K) 3,2 1,6% 1,4 1,4 0,4 100,0% 45,1% 43,7% 11,2%
Immobilientätigkeiten (L) 1,5 0,8% 0,3 0,8 0,4 100,0% 20,0% 55,1% 24,8%
Wissenschaften und Dienstleistungen (M-N) 35,0 17,9% 4,4 25,2 5,4 100,0% 12,7% 71,8% 15,5%
Nichtkommerzieller Sektor (O- Q) 40,8 20,8% 6,7 21,3 12,7 100,0% 16,5% 52,3% 31,1%
Sonstige Dienstleistungen (R-S) 5,7 2,9% 1,5 2,8 1,4 100,0% 25,6% 49,3% 25,1%
Insgesamt (B-S) 196,2 100,0% 22,8 133,8 39,7 100,0% 11,6% 68,2% 20,2%

Die dreimonatliche Erhebung der offenen Stellen (JVS)

Zweck und Kurzbeschreibung

Die dreimonatliche Erhebung der offenen Stellen entspricht den statistischen Anforderungen der Europäischen Kommission festgelegt in  Verordnung (EG) Nr. 453/2008  van het Europees Parlement en de Raad van 23 april 2008, Verordnung (EG) Nr. 1062/2008 der Kommission vom 28. Oktober 2008 und in  Verordnung (EG) Nr. 19/2009  der Kommission vom 13. Januar 2009. Die Statistiken der offenen Stellen bieten Informationen über den gesamtwirtschaftlichen nichtgedeckten Arbeitskräftebedarf. Die Daten zu den offenen Stellen werden genutzt zum Analysieren des Konjunkturzyklus und der Diskrepanzen zwischen Angebot und Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt. Die dreimonatliche Erhebung stützt auf eine Stichprobe von Unternehmen mit mindestens 1 Arbeitnehmer. Die Daten werden erhoben per Wirtschaftszweig, Region (Niederlassung) und Größenklasse.

Untersuchte Grundgesamtheit

Die von der Erhebung erfasste Grundgesamtheit sind die Unternehmen mit mindestens einem Arbeitnehmer. Nicht berücksichtigt werden die Tätigkeiten von Haushalten, Selbständigen und extraterritorialen Organisationen und Institutionen (Botschaften, Konsulaten, europäischen Institutionen, WZO, NATO usw.).

Ab 2014 werden alle Unternehmen der Abschnitte B bis S der NACE Rev. 2 untersucht.

Wichtigste Begriffserklärungen

Eine „offene Stelle“ ist eine bezahlte Arbeitsstelle, die entweder neu geschaffen worden ist, unbesetzt ist oder bald frei gemacht wird, wobei der Arbeitgeber tatsächlich Schritte unternimmt und bereit ist, weitere Schritte zu unternehmen, um einen geeigneten Kandidaten außerhalb des betreffenden Unternehmens zu finden, und die er sofort oder innerhalb eines bestimmten Zeitraums zu besetzen beabsichtigt. Eine Stelle, die nur internen Kandidaten offen steht, gilt hier nicht als „offene Stelle“.

Eine „besetzte Stelle“ ist eine bezahlte Stelle innerhalb eines Unternehmens, die einem Arbeitnehmer zugewiesen wurde.

Die Vakanzrate misst den Anteil der offenen Stellen (wie oben definiert) an der Gesamtheit aller Stellen. Die Vakanzrate wird als Prozentsatz ausgedrückt und wie folgt berechnet: formule.png

 

Datenerhebungsverfahren und Stichprobenumfang

Das Stichprobenverfahren basiert auf einer rotierenden Stichprobe, die nach Größe und Wirtschaftszweig der Unternehmen/Arbeitgeber und auf der Grundlage ihrer individuellen und vierteljährlichen Meldungen der besetzten Arbeitsplätze bei der Sozialversicherungsanstalt (LASS oder ONSS) gezogen wird. Die in der Stichprobe aufgenommenen Unternehmen werden quartalsweise befragt. Nach einem Jahr wird ein Drittel jener Unternehmen, die gehören zu den Schichten mit einer Ziehungswahrscheinlichkeit von weniger als einem Drittel, erneuert.  Für die anderen Schichten gilt, dass die Unternehmen jedes Jahr erneut in die Stichprobe aufgenommen werden. Dieser Stichprobenplan ermöglicht es, Entwicklungen in der Unternehmenslandschaft zu berücksichtigen und gleichzeitig die Kohärenz zwischen den Quartalen zu gewährleisten.

Die Fragebögen werden im XBRL-Format verschickt, nachdem die Unternehmen per Brief über ihre Auswahl informiert wurden. Im Erhebungsbogen werden in den drei Regionen des Landes die Unternehmen zur Anzahl ihrer besetzten Arbeitsplätze und ihrer freien Stellen (fest oder befristet) befragt.

Der Stichtag entspricht der Mitte des Quartals (15. Februar für das erste Quartal, 15. Mai für das zweite Quartal, 16. August für das dritte Quartal und 16. November für das vierte Quartal).

Die Durchschnittszahl der im jedem Vierteljahr befragten Unternehmen beläuft sich 2012 auf 10.383, 2013 auf 11.561, 2014 auf 10.976, 2015 auf 10.978, 2016 auf 11.270, 2017 auf 11.070, 2018 auf 10.193, und 2019 auf 10.241.

Antwortquote

Die Anwortquote liegt 2012 durchschnittlich um 72%, 2013 um 67,5%, 2014 um 67%, 2015 um 65,8%, 2016 um 59,1%, 2017 um 64,5%, und 2018 um 60,8%.

Periodizität

Die Erhebung der offenen Stellen wird quartalsweise durchgeführt.

Veröffentlichungskalender

Ergebnisse werden 70 Tage nach dem Berichtszeitraum veröffentlicht.

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