Fetale und Säuglingssterblichkeit

864 Fälle von Fötal- und Säuglingssterblichkeit im Jahr 2023

Bevölkerung
864 Fälle von Fötal- und Säuglingssterblichkeit im Jahr 2023

Im Jahr 2023 starben in Belgien 864 Babys in utero oder in ihrem ersten Lebensjahr. Dies geht aus den neuesten Zahlen von Statbel über die fetale und Säuglingssterblichkeit hervor, die unter anderem auf der Grundlage von Meldeformularen für Todesfälle von Kindern unter einem Jahr oder Totgeburten erstellt wurden. Diese Zahl entspricht den Zahlen der vergangenen Jahre.

 

 

 

 

 

Was ist Fötal- und Säuglingssterblichkeit?

Totgeburten

Im Jahr 2023 wurden 535 Babys tot geboren. Die Totgeburtenquote, d. h. die Anzahl der Totgeburten pro 1.000 Geburten (sowohl Lebendgeburten als auch Totgeburten), beläuft sich für das Jahr 2023 auf 4,8‰. Es gibt also etwas weniger als 5 Todesfälle pro 1.000 Geburten. Auch im Jahr 2022 lag diese Zahl bei 4,8 %.

Säuglingssterblichkeit

Im Jahr 2023 gab es in Belgien 329 Todesfälle von Kindern im ersten Lebensjahr. In absoluten Zahlen ist dies der niedrigste Wert seit dem Beginn der statistischen Aufzeichnungen (im Jahr 1958). In relativen Zahlen wird dies in der Säuglingssterblichkeit ausgedrückt, die im Jahr 2023 bei 3,0 ‰ lag. Dies bedeutet, dass auf 1.000 Lebendgeburten 3,0 Todesfälle von Säuglingen unter einem Jahr entfallen. Dies ist sehr ähnlich wie in den Vorjahren. So lag die Säuglingssterblichkeit für 2021 und 2022 jeweils bei 2,9 ‰.

Deutlicher Rückgang der Fötal- und Säuglingssterblichkeit seit 1960 (ein Rückgang, der sich seit 2000 stabilisiert hat)

Seit Beginn der statistischen Erfassung im Jahr 1958 sind sowohl die Zahl der Totgeburten als auch die Zahl der Todesfälle von Säuglingen im ersten Lebensjahr erheblich zurückgegangen. Dies ist in 2 Grafiken unten zu sehen, in der diese Todesfälle in absoluten Zahlen dargestellt sind. Dieser Rückgang in absoluten Zahlen stabilisiert sich seit den 2000er Jahren.

Die Fötal- und Säuglingssterblichkeit ist bei Jungen häufiger als bei Mädchen

Historisch gesehen ist die Fötal- und Säuglingssterblichkeit bei Jungen höher als bei Mädchen (siehe die 2 Grafiken oben). Diese Beobachtung gilt weiterhin. Die Grafik unten konzentriert sich auf die letzten fünf Jahre (2019–2023) und zeigt die Anzahl der Todesfälle bei Jungen und Mädchen in absoluten Zahlen. Sowohl bei Totgeburten als auch bei Säuglingssterblichkeit gibt es mehr Todesfälle bei Jungen als bei Mädchen.

Tabelle
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Sterbealter BELGIEN
Jungen Mädchen Insgesamt
Insgesamt 184 145 329
Weniger als 1 Tag 38 42 80
1 Tag 18 7 25
2 Tage 5 10 15
3 Tage 7 6 13
4 Tage 7 4 11
5 Tage 8 3 11
6 Tage 8 5 13
7 - 27 Tage 39 27 66
28 - 364 Tage 54 41 95
Durchschnittsalter 46,7 44,5 45,8
Source : Statbel (Direction générale Statistique - Statistics Belgium)
Grafik
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Zweck und Kurzbeschreibung

Die Statistik der fötalen und Säuglingssterblichkeit basiert auf dem Formular zur Meldung des Todes eines Kindes unter einem Jahr oder einer Totgeburt. Seit 2010 wird auch das Nationalregister (NR) genutzt, um relevante Lebensereignisse genauer zu ermitteln und die wichtigsten Informationen zu überprüfen. Diese Statistik unterteilt die Todesfälle nach Sterblichkeit vor Erreichung des ersten Lebensjahres und Totgeburten, nach Geschlecht, nach den Verwaltungseinheiten des Landes, nach den Hauptmerkmalen der Mutter (Alter, Familienstand, Bildungsniveau, beruflicher Status, Staatsangehörigkeit) und nach bestimmten Merkmalen der Geburt und der Neugeborenen (Ort, Art der Entbindung, Zwillinge, Geburtsgewicht, Schwangerschaftsdauer, angeborene Fehlbildungen). Ferner erarbeitet sie mehrere Indikatoren der fötalen und Säuglingssterblichkeit und gliedert die Todesfälle nach Todesalter auf.

Datenerhebungsmethode

Die Statistik der fötalen und Säuglingssterblichkeit wird auf der Grundlage von zwei Quellen erstellt: dem Nationalregister der natürlichen Personen (NR) und den statistischen Meldeformularen für den Tod eines Kindes unter einem Jahr oder für eine Totgeburt (Modell IIID). Diese Formulare bilden eine wichtige Quelle zur Kindersterblichkeit und sind reich an Informationen, insbesondere Gesundheitsdaten. Sie vermitteln auch Auskunft über die Umstände der Geburt und über die Eltern der verstorbenen Kinder. Sie sind die einzige Informationsquelle über Totgeburten oder späte fötale Todesfälle. Die im Nationalregister enthaltenen Angaben sind weniger umfangreich, beziehen sich nur auf die Kindersterblichkeit, sind aber schneller verfügbar; sie umfassen den Tod aller Kinder mit Wohnsitz in Belgien (die somit im NR eingetragen sind), unabhängig davon, ob der Tod in Belgien oder im Ausland stattgefunden hat. Bis 2009 wurden diese beiden Quellen im Verhältnis zueinander konsolidiert, jedoch in dem Sinne, dass die Meldeformulare als Referenz dienten, wobei das NR hauptsächlich dazu verwendet wurde, die fehlenden oder auf den Meldeformularen nicht angeforderten Daten zu liefern. Bei der Erstellung der Statistik über die Kindersterblichkeit wurden daher nur die (in Belgien stattgefundenen und folglich) in den belgischen Standesämtern gemeldeten Todesfälle berücksichtigt, d. h. diejenigen, bei denen der angegebene Wohnort eine belgische Gemeinde war. Seit 2010 wird die Statistik mit dem NR als Referenz erstellt. Berücksichtigt werden von nun an nur noch die im NR eingetragenen Todesfälle eines Kindes. Mit Hilfe des NR können die im Ausland stattgefundenen Todesfälle eines Kindes in die Statistik aufgenommen werden. Dies ermöglicht es auch, den Tod von Kindern, die im Warteregister für Flüchtlinge und Asylbewerber eingetragen sind, festzustellen.

Grundgesamtheit

Gesamtheit der von Rechts wegen unter fötaler und Säuglingssterblichkeit einzuordnenden Sterbefälle.

Frequenz

Jährlich

Veröffentlichungskalender

Ergebnisse zur Verfügung 1 Jahr nach dem Berichtszeitraum.

Begriffserklärungen

Säuglingssterbefall: Tod eines lebendgeborenen Kindes unter einem Jahr.

Totgeborenes Kind: ein Kind, das zum Zeitpunkt der Geburt keine Lebenszeichen aufweist (wie Atmung, Herzschlag, Nabelschnurpulsation, effektive Muskelkontraktion) und mindestens 500 g wiegt oder, wenn das Gewicht nicht bekannt ist, eine Schwangerschaftsdauer von mindestens 22 Wochen hatte. Unterhalb dieser Grenze handelt es sich um den vorzeitigen Tod eines Föten, der nicht amtlich gemeldet wird.

Geburt von Zwillingen: Gesamtzahl der Geburten, Totgeborener einbegriffen, im Zusammenhang mit der betreffenden Schwangerschaft.

Rangstelle des Kindes: Rangstelle des Kindes in der Gesamtheit der lebendgeborenen Kinder der Mutter.

Schwangerschaftsdauer: Dauer der Schwangerschaft (in Wochen) am Zeitpunkt der Geburt.

Art der Entbindung: Art der Geburtshilfeleistung.

Angeborene Fehlbildungen: Vorkommen einer oder mehrerer angeborenen Fehlbildungen.

Geburtsgewicht: Körpergewicht (in Gramm) des Kindes bei der Geburt.

APGAR nach 1 Min: APGAR-Score nach 1 Minute.

APGAR nach 5 Min: APGAR-Score nach 5 Minuten.

Region : Region des rechtmäßigen Wohnsitzes des verstorbenen Säuglings. Bei Totgeburten betrifft es die Region des gewöhnlichen Wohnorts der Mutter zum Zeitpunkt der Geburt.

Metadaten