Fast drei von vier Teilzeitbeschäftigten sind Frauen
Im Jahr 2025 arbeiten laut neuen Ergebnissen von Statbel, dem belgischen Statistikamt, 28,1 % der Lohnempfänger in Belgien in Teilzeit. Diese Zahl ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. Vor allem Frauen arbeiten in Teilzeit: Im Jahr 2025 sind es 893.000 Frauen, was 41,4 % aller Lohnempfängerinnen entspricht. Mittlerweile nimmt auch die Teilzeitarbeit bei Männern zu: Es handelt sich um 334.000 Lohnempfänger. Teilzeitarbeit ist damit bei Männern keine Ausnahme mehr: Im Jahr 2025 arbeiten 15,1 % der erwerbstätigen Männer in Teilzeit, der höchste Prozentsatz aller Zeiten. Vier-Fünftel-Stellen sind sowohl bei Frauen als auch bei Männern die beliebteste Teilzeitregelung.
In diesen Ergebnissen wird die Entwicklung seit 1983 anhand der Arbeitskräfteerhebung analysiert. Dank einer Erhebung zur Vollzeit- und Teilzeitarbeit seit dem Beginn der Erhebung im Jahr 1983 verfügen wir über die Entwicklung der Teilzeitarbeit über einen Zeitraum von mehr als 40 Jahren.
Starker Anstieg seit 1983
Der Anteil der Teilzeitbeschäftigten an den Lohnempfängern ist schrittweise von 8,3 % im Jahr 1983 auf über 25 % im Jahr 2009 gestiegen. In den folgenden Jahren schwankte der Anteil zwischen 25 % und 27 %, um im Jahr 2025 erstmals über 28 % zu steigen.
In den 1980er Jahren war Teilzeitarbeit bei Männern noch äußerst selten: Weniger als 2 % der männlichen Lohnempfänger arbeiteten in Teilzeit. Im Jahr 1983 arbeiteten 21 % der Frauen in Teilzeit, und bis 1989 waren es bereits 28 %. In absoluten Zahlen waren es 36.000 Männer gegenüber 197.000 Frauen im Jahr 1983.
In den folgenden Jahren stieg der Anteil der Teilzeitarbeit bei Frauen weiter an. Diese Entwicklung hängt stark mit einer steigenden Zahl von Frauen auf dem Arbeitsmarkt zusammen. Seit Beginn der 2000er Jahre verlangsamt sich der Anstieg und die Kurve flacht allmählich ab. Seit 2013 ist der Anteil Jahr für Jahr leicht rückläufig. In absoluten Zahlen steigt die Anzahl der Frauen in Teilzeitbeschäftigung weiterhin an, da auch die Zahl der Frauen auf dem Arbeitsmarkt weiter zunimmt. Im Jahr 2025 haben 893.000 Lohnempfängerinnen einen Teilzeitjob, was 41,4 % der Gesamtzahl der Lohnempfängerinnen entspricht.
Immer mehr Männer arbeiten in Teilzeit
Bei den Männern ist eine andere Entwicklung zu beobachten. Bis Ende der 90er Jahre blieb der Anteil der Teilzeitbeschäftigten mit Werten zwischen 2 % und 4 % gering. Erst ab den 2000er Jahren steigt der Anteil von Jahr zu Jahr und erreicht 15,1 % im Jahr 2025. In absoluten Zahlen hat sich die Zahl der teilzeitbeschäftigten Männer gegenüber den 80er Jahren fast verzehnfacht.
Die Vier-Fünftel-Beschäftigung ist am beliebtesten
Obwohl Anfang der 2000er Jahre noch die Halbzeitbeschäftigung (50 %) die beliebteste Teilzeitform war, gewannen andere Beschäftigungsformen allmählich an Beliebtheit. Vor allem die Vier-Fünftel-Beschäftigung gewann seit Beginn der 2010er Jahre an Bedeutung und ist seit 2013 die häufigste Teilzeitregelung.
Mehr kleine Teilzeitstellen
Zudem ist in den letzten Jahren ein deutlicher Anstieg kleinerer Teilzeitstellen mit einer Arbeitszeit von weniger als 40 % zu beobachten. Das entspricht einer Arbeitszeit von weniger als 15 Stunden pro Woche, wenn man davon ausgeht, dass eine Vollzeitstelle durchschnittlich 38 Stunden umfasst.
Bei der Analyse der Altersverteilung dieser Gruppe stellen wir fest, dass dieser Anstieg vor allem bei jungen Menschen (15–24 Jahre) und bei den über 55‑Jährigen auftritt. Dies deutet darauf hin, dass das Wachstum dieser kleineren Stellen möglicherweise mit einer Zunahme studentischer Beschäftigung einerseits und Flexi-Jobs bei Rentnern andererseits zusammenhängt.
Frauen betreuen eher die Kinder, während Männer eine Vollzeitbeschäftigung bevorzugen
Doch scheinen Männer und Frauen nicht aus demselben Grund in Teilzeit zu arbeiten. Betrachtet man speziell die Gruppe der 25- bis 49-Jährigen, so zeigt sich, dass die Betreuung der eigenen Kinder oder anderer Personen bei Frauen der Hauptgrund für die Teilzeitarbeit ist (36,8 %). Bei Männern ist der Hauptgrund, dass sie keine Vollzeitstelle finden oder dass die Stelle nicht in Vollzeit angeboten wird (33,6 %). Die Betreuung der eigenen Kinder oder anderer Personen steht bei Männern an zweiter Stelle.
Hauptgrund für Teilzeitarbeit: Top 3 (Männer im Vergleich zu Frauen)
| Männer | Frauen | ||
|---|---|---|---|
| Sie finden keine Vollzeitstelle oder Ihre Stelle wird nicht Vollzeit angeboten | 33,6% | Betreuung der eigenen Kinder oder anderer pflegebedürftigen Angehörige | 36,8% |
| Betreuung der eigenen Kinder oder anderer pflegebedürftigen Angehörige | 17,9% | Sie finden keine Vollzeitstelle oder Ihre Stelle wird nicht Vollzeit angeboten | 21,2% |
| Sonstige persönliche Gründe | 15,9% | Sonstige persönliche Gründe | 17,3% |
[1]Prozentsätze zwischen 40 und 60 % wurden der Kategorie 50 % zugeordnet; Prozentsätze zwischen 70 und 90 % wurden der Kategorie 80 % zugeordnet. /small>
Teilzeitarbeit bei Lohnempfängern nach Teilzeitarbeit und Geschlacht (2017-2025)
| In Prozent | 2017 | 2018 | 2019 | 2020 | 2021 (b) | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamtzahl | ||||||||||
| Vollzeitarbeit | 72,7% | 72,9% | 71,9% | 72,6% | 74,0% | 74,5% | 73,8% | 73,6% | 72,4% | |
| Teilzeitarbeit (<40%) | 3,4% | 3,5% | 4,3% | 4,1% | 3,8% | 3,5% | 4,3% | 4,5% | 5,2% | |
| Teilzeitarbeit - 50% | 10,6% | 10,6% | 10,1% | 10,0% | 9,5% | 10,0% | 9,3% | 9,4% | 9,4% | |
| Teilzeitarbeit - 4/5 | 12,8% | 12,6% | 13,1% | 12,6% | 12,3% | 11,6% | 12,1% | 11,9% | 12,5% | |
| Teilzeitarbeit - Sonstiges | 0,5% | 0,5% | 0,7% | 0,6% | 0,5% | 0,5% | 0,6% | 0,5% | 0,5% | |
| Männer | ||||||||||
| Vollzeitarbeit | 88,6% | 89,1% | 88,4% | 87,4% | 89,5% | 89,5% | 87,9% | 87,6% | 85,8% | |
| Teilzeitarbeit (<40%) | 1,9% | 1,6% | 2,7% | 2,4% | 2,1% | 2,1% | 3,1% | 2,9% | 3,7% | |
| Teilzeitarbeit - 50% | 4,1% | 3,8% | 3,6% | 4,3% | 3,4% | 3,8% | 3,9% | 3,9% | 4,5% | |
| Teilzeitarbeit - 4/5 | 5,3% | 5,4% | 4,9% | 5,5% | 4,9% | 4,4% | 5,0% | 5,4% | 5,9% | |
| Teilzeitarbeit - Sonstiges | 0,2% | 0,2% | 0,4% | 0,4% | 0,1% | 0,2% | 0,1% | 0,3% | 0,2% | |
| Frauen | ||||||||||
| Vollzeitarbeit | 55,5% | 55,8% | 54,8% | 57,3% | 58,0% | 59,1% | 59,2% | 59,1% | 58,7% | |
| Teilzeitarbeit (<40%) | 5,1% | 5,4% | 5,9% | 5,9% | 5,5% | 5,0% | 5,5% | 6,2% | 6,6% | |
| Teilzeitarbeit - 50% | 17,8% | 17,7% | 16,8% | 16,0% | 15,7% | 16,2% | 14,9% | 15,2% | 14,4% | |
| Teilzeitarbeit - 4/5 | 20,9% | 20,2% | 21,5% | 19,9% | 19,9% | 19,0% | 19,3% | 18,7% | 19,3% | |
| Teilzeitarbeit - Sonstiges | 0,9% | 0,9% | 1,0% | 0,9% | 0,9% | 0,7% | 1,1% | 0,7% | 0,9% | |
| Die vorstehenden Daten stammen aus der Erhebung über Arbeitskräfte (EAK). In dieser Erhebung werden die Teilzeitbeschäftigten gefragt, wie umfangreich ihre Teilzeitbeschäftigung ist, ausgedrückt als Prozentsatz einer Vollzeitbeschäftigung. In dieser Tabelle wurden alle Prozentsätze von 40% bis zu 60% als Halbzeit (50%) und alle Prozentsätze von 70% bis zu 90% als 4/5 (80%) betrachtet. Die Kategorie ‚Teilzeit - sonstige‘ umfasst Prozentsätze unter 40%, Prozentsätze zwischen 60% und 70% und Prozentsätze über 90%. Im Jahr 2017 wurde die Erhebung über Arbeitskräfte gründlich erneuert. Auf dieser Weise wird ab 2017 mit einem rotierenden Panel gearbeitet, werden verschiedene Arten der Datensammlung verwendet und wurde die Methode des Wiegens gründlich überprüft. Dies verursacht einen Bruch in den Ergebnissen, wodurch die Zahlen gemäß der alten Methode nicht mehr zu vergleichen sind mit den Ergebnissen gemäß der neuen Methode. (b) Bruch in den Ergebnissen im Jahr 2021 aufgrund der Überarbeitung des Fragebogens und der Änderung der ILO-Definitionen von Arbeitslosigkeit und Beschäftigung. |
||||||||||
Teilzeitbeschäftigte (Prozentsatz im Verhältnis zu allen Lohnempfängern), nach Abschnitt des NACE-BEL Codes 2008 und nach Geschlecht (2025)
| Anteil Teilzeitarbeit | 2025 | Männer | Frauen | Gesamtzahl | |||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| A Land- und Forstwirtschaft, Fischerei | * | * | * | ||||||||||||
| B Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden | * | * | * | ||||||||||||
| C Verarbeitendes Gewerbe/Herstellung von Waren | 9,3% | 30,2% | 14,4% | ||||||||||||
| D Energieversorgung | * | * | * | ||||||||||||
| E Wasserversorgung; Abwasser- und Abfallentsorgung und Beseitigung von Umweltverschmutzungen | * | * | * | ||||||||||||
| F Baugewerbe/ Bau | 7,0% | 36,7% | 11,3% | ||||||||||||
| G Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen | 17,4% | 49,9% | 32,4% | ||||||||||||
| H Verkehr und Lagerei | 13,0% | 23,3% | 15,4% | ||||||||||||
| I Gastgewerbe/Beherbergung und Gastronomie | 47,9% | 70,0% | 58,3% | ||||||||||||
| J Information und Kommunikation | 6,2% | 20,3% | 10,2% | ||||||||||||
| K Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen | 9,1% | 30,2% | 19,2% | ||||||||||||
| L Grundstücks- und Wohnungswesen | * | * | * | ||||||||||||
| M Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen | 10,6% | 27,7% | 19,0% | ||||||||||||
| N Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen | 19,7% | 52,7% | 40,7% | ||||||||||||
| O Öffentliche Verwaltung, Verteidigung; Sozialversicherung | 9,5% | 29,8% | 20,1% | ||||||||||||
| P Erziehung und Unterricht | 24,8% | 36,7% | 33,1% | ||||||||||||
| Q Gesundheits- und Sozialwesen | 30,1% | 53,1% | 48,4% | ||||||||||||
| R Kunst, Unterhaltung und Erholung | 42,5% | 43,0% | 42,7% | ||||||||||||
| S Erbringung von sonstigen Dienstleistungen | 21,4% | 41,7% | 34,1% | ||||||||||||
| T Private Haushalte mit Hauspersonal; Herstellung von Waren und Erbringung von Dienstleistungen durch private Haushalte für den Eigenbedarf ohne ausgeprägten Schwerpunkt | * | * | * | ||||||||||||
| U Exterritoriale Organisationen und Körperschaften | * | * | * | ||||||||||||
| Gesamtzahl | 15,1% | 41,4% | 28,1% | ||||||||||||
| * Zu detaillierte Klassifikation Im Jahr 2017 wurde die Erhebung über Arbeitskräfte gründlich erneuert. Auf dieser Weise wird ab 2017 mit einem rotierenden Panel gearbeitet, werden verschiedene Arten der Datensammlung verwendet und wurde die Methode des Wiegens gründlich überprüft. Dies verursacht einen Bruch in den Ergebnissen, wodurch die Zahlen gemäß der alten Methode nicht mehr zu vergleichen sind mit den Ergebnissen gemäß der neuen Methode. (b) Bruch in den Ergebnissen im Jahr 2021 aufgrund der Überarbeitung des Fragebogens und der Änderung der ILO-Definitionen von Arbeitslosigkeit und Beschäftigung. | |||||||||||||||
Motivation der Lohnempfänger, in Teilzeit zu arbeiten, nach Geschlecht (2017-2025)
| 2017 | 2018 | 2019 | 2020 | Männer | Frauen | Gesamtzahl | Männer | Frauen | Gesamtzahl | Männer | Frauen | Gesamtzahl | Männer | Frauen | Gesamtzahl |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| (Brug)pensioen | 5,3% | 1,2% | 2,1% | 4,2% | 1,0% | 1,7% | 5,4% | 0,8% | 1,8% | 4,6% | 1,1% | 1,9% |
| findet keine Vollzeitarbeit | 12,7% | 6,4% | 7,8% | 11,1% | 5,6% | 6,8% | 10,2% | 4,6% | 5,8% | 6,5% | 4,3% | 4,8% |
| ist aus betriebswirtschaftlichen Gründen von Vollzeit- zu Teilzeitarbeit übergegangen | 1,8% | 0,6% | 0,9% | 1,0% | 0,7% | 0,8% | 1,0% | 0,4% | 0,6% | 1,9% | 0,7% | 1,0% |
| Eine andere (Teilzeit-)Stelle ergänzt die Haupttätigkeit | 5,5% | 2,9% | 3,5% | 5,0% | 3,9% | 4,1% | 5,7% | 3,4% | 3,8% | 6,6% | 3,2% | 4,0% |
| Kombination mit einem Studium | 8,4% | 3,1% | 4,2% | 8,0% | 3,3% | 4,3% | 8,9% | 3,9% | 4,9% | 8,9% | 4,7% | 5,7% |
| Gesundheitliche Gründe (Arbeitsunfähigkeit) | 7,1% | 6,1% | 6,3% | 8,0% | 7,1% | 7,3% | 8,9% | 6,8% | 7,2% | 10,0% | 7,5% | 8,1% |
| Berufliche Gründe (Arbeitsklima oder -umstände, Stress, Schikanen, ...) | 1,0% | 0,7% | 0,8% | 0,6% | 0,7% | 0,7% | 2,2% | 0,8% | 1,1% | 1,1% | 0,8% | 0,9% |
| Betreuung von Kindern und abhängigen Personen | 6,2% | 24,6% | 20,6% | 7,9% | 24,9% | 21,4% | 7,6% | 25,0% | 21,4% | 7,6% | 24,0% | 20,2% |
| Sonstige persönliche bzw. familiäre Gründe | 21,8% | 25,3% | 24,6% | 19,8% | 20,4% | 20,3% | 13,3% | 20,2% | 18,7% | 11,3% | 20,2% | 18,1% |
| will keine Vollzeitarbeit | 7,3% | 8,2% | 8,0% | 6,5% | 9,6% | 9,0% | 7,6% | 10,3% | 9,8% | 6,5% | 9,4% | 8,7% |
| Die gewünschte Stelle wird nur in Teilzeit angeboten | 16,2% | 16,7% | 16,6% | 16,5% | 16,5% | 16,5% | 17,6% | 17,8% | 17,8% | 21,0% | 17,2% | 18,1% |
| Andere Gründe | 6,7% | 4,1% | 4,7% | 11,4% | 6,2% | 7,3% | 11,8% | 6,0% | 7,2% | 14,1% | 6,8% | 8,5% |
| Gesamtzahl | 100,0% | 100,0% | 100,0% | 100,0% | 100,0% | 100,0% | 100,0% | 100,0% | 100,0% | 100,0% | 100,0% | 100,0% |
| Im Jahr 2017 wurde die Erhebung über Arbeitskräfte gründlich erneuert. Auf dieser Weise wird ab 2017 mit einem rotierenden Panel gearbeitet, werden verschiedene Arten der Datensammlung verwendet und wurde die Methode des Wiegens gründlich überprüft. Dies verursacht einen Bruch in den Ergebnissen, wodurch die Zahlen gemäß der alten Methode nicht mehr zu vergleichen sind mit den Ergebnissen gemäß der neuen Methode. | ||||||||||||
| 2021 (b) | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | Männer | Frauen | Gesamtzahl | Männer | Frauen | Gesamtzahl | Männer | Frauen | Gesamtzahl | Männer | Frauen | Gesamtzahl | Männer | Frauen | Gesamtzahl |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Sie finden keine Vollzeitstelle oder Ihre Stelle wird nicht Vollzeit angeboten | 22,5% | 21,7% | 21,9% | 21,6% | 17,8% | 18,6% | 21,0% | 17,0% | 17,9% | 18,5% | 18,1% | 18,2% | 21,0% | 18,4% | 19,1% |
| Sie nehmen an einem Lehrgang teil oder machen eine Ausbildung | 15,9% | 7,0% | 9,0% | 17,9% | 7,9% | 10,2% | 19,9% | 8,5% | 11,2% | 19,2% | 8,7% | 11,3% | 21,4% | 10,2% | 13,3% |
| Wegen Krankheit oder Arbeitsunfähigkeit | 8,0% | 5,9% | 6,4% | 8,9% | 6,6% | 7,1% | 8,7% | 6,9% | 7,3% | 11,0% | 7,8% | 8,6% | 8,2% | 8,7% | 8,5% |
| Betreuung der eigenen Kinder oder anderer pflegebedürftiger Angehörige | 10,3% | 24,6% | 21,4% | 9,7% | 26,0% | 22,2% | 10,9% | 25,8% | 22,3% | 9,7% | 25,3% | 21,4% | 10,2% | 24,5% | 20,6% |
| Sonstige familiäre Verpflichtungen | 6,3% | 12,2% | 10,9% | 5,0% | 11,7% | 10,2% | 4,1% | 11,2% | 9,5% | 5,2% | 10,7% | 9,4% | 3,4% | 8,3% | 7,0% |
| Sonstige persönliche Gründe | 25,4% | 24,1% | 24,4% | 27,9% | 25,5% | 26,1% | 24,1% | 25,7% | 25,3% | 26,0% | 24,8% | 25,1% | 24,3% | 25,0% | 24,8% |
| Anderer Grund | 11,6% | 4,5% | 6,0% | 9,0% | 4,6% | 5,6% | 11,2% | 4,9% | 6,4% | 10,4% | 4,6% | 6,1% | 11,4% | 4,9% | 6,7% |
| Total | 100,0% | 100,0% | 100,0% | 100,0% | 100,0% | 100,0% | 100,0% | 100,0% | 100,0% | 100,0% | 100,0% | 100,0% | 100,0% | 100,0% | 100,0% |
| (b) Bruch in den Ergebnissen im Jahr 2021 aufgrund der Überarbeitung des Fragebogens und der Änderung der ILO-Definitionen von Arbeitslosigkeit und Beschäftigung. | |||||||||||||||
Erhebung über Arbeitskräfte (AKE)
Zweck und Kurzbeschreibung
Die Erhebung über Arbeitskräfte (AKE) ist eine sozialökonomische Erhebung bei den Haushalten. Der Hauptzweck der Erhebung ist die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter (ab 15 Jahren) über drei Gruppen (d.h. beschäftigte Personen, Arbeitslose und nicht erwerbstätige Personen) aufzugliedern, sowie die Erteilung von beschreibenden und erklärenden Daten zu jeder dieser Kategorien. Diese Erhebung wird auch in den anderen EU-Mitgliedstaaten durchgeführt und vom statistischen Dienst der Europäischen Union, EUROSTAT, koordiniert. In Belgien wird die EAK von Statbel durchgeführt. Sie bezweckt die Ermittlung von auf europäischer Ebene vergleichbaren Daten, u.a. zu den Erwerbstätigkeits- und Arbeitslosigkeitszahlen gemäß der Definitionen der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO), sowie die Ermittlung und Verbreitung von anderweitig nicht vorhandenen Daten Dazu gehört zum Beispiel Arbeitnehmermobilität, Motivation für Teilzeitarbeit, die verschiedenen Formen der Teilzeitarbeit, Beruf, Bildungsniveau der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter,... .
Studienpopulation
Mitglieder von privaten Haushalten von 15 Jahren alt oder älter
Grundlage der Stichprobe
Demografische Daten des Nationalregisters
Datenversammlungsmethode und Stichprobenumfang
Die Informationen werden für die erste Befragung anhand von persönlichen Interviews gesammelt. Seit 2017 folgten danach noch drei kürzere Folgeinterviews, die über das Internet oder per Telefon durchgeführt wurden.
Haushalte, die ausschließlich aus Nichterwerbspersonen von 65 Jahren und älter bestehen, können auch telefonisch befragt werden.
In Belgien empfangen jährlich 47.000 Haushalte einen Brief mit der Bitte an dieser Erhebung teilzunehmen.
Antwortquote
Die Antwortquote beträgt + 75%.
Frequenz
Dreimonatlich.
Veröffentlichungskalender
Ergebnisse verfügbar +/- 3 Monate nach dem Berichtszeitraum.
Formulare
- Erhebung über Arbeitskräfte 2020 (PDF, 541 Kb)
- Erhebung über Arbeitskräfte 2021 (PDF, 1 Mb)
Definitionen
IAO-Erwerbslose: Nach den Kriterien des Internationalen Arbeitsamtes gehören zu den Erwerbslosen alle Personen von 15 Jahren oder älter: a) die während der Berichtswoche ohne Arbeit waren b) die gegenwärtig für eine Beschäftigung verfügbar waren, d. h. Personen, die innerhalb der zwei auf die Berichtswoche folgenden Wochen für eine abhängige Beschäftigung oder eine selbständige Tätigkeit verfügbar waren c) die aktiv auf Arbeitssuche waren, d. h. Personen, die innerhalb der letzten vier Wochen (einschließlich der Berichtswoche) spezifische Schritte unternommen haben, um eine abhängige Beschäftigung oder eine selbständige Tätigkeit zu finden oder die einen Arbeitsplatz gefunden haben, die Beschäftigung aber erst später aufnehmen, d. h. innerhalb eines Zeitraums von höchstens drei Monaten.
Personen mit einer Beschäftigung (IAO): Personen mit einer Beschäftigung sind alle Personen von 15 Jahren oder älter, die während der Berichtswoche mindestens eine Stunde arbeiten für einen Lohn, ein Gehalt oder für Gewinn, oder die eine Beschäftigung hatten, aber vorübergehend abwesend waren. Man kann vorübergehend wegen Urlaub, Krankheit, aus technischen oder wirtschaftlichen Gründen (vorübergehende Arbeitslosigkeit) abwesend sein, .... Die mithelfenden Familienangehörigen werden ebenfalls als Erwerbstätige gezählt. Personen mit einer Beschäftigung werden nach ihrer Beschäftigung in drei Gruppen aufgeteilt:
Lohnempfänger: Lohnempfänger sind alle Personen von 15 Jahren oder älter, die während der Berichtswoche mindestens eine Stunde (mit oder ohne förmlichen Vertrag) arbeiten für einen Lohn oder ein Gehalt, oder die vorübergehend nicht gearbeitet haben (wegen Krankheit, Schwangerschaftsurlaub, Urlaub, sozialer Konflikte, Witterungsverhältnisse oder anderer Gründe) und die eine formelle Verbindung zu ihrer Beschäftigung haben.
Nicht-Lohnempfänger: Nicht-Lohnempfänger sind alle Personen, die nicht für einen Arbeitgeber arbeiten und die während der Berichtswoche mindestens eine Stunde arbeiten für Gewinn oder die während der Berichtswoche vorübergehend abwesend waren. Dazu werden die Selbständige (ohne Personal) und Arbeitgeber mit Personal und unbezahlte mithelfende Familienmitglieder gerechnet.
Erwerbsbevölkerung: Die Erwerbsbevölkerung (Personen von 15 Jahren oder älter) besteht aus den Personen mit einer Beschäftigung (beschäftigte Personen) und den Erwerbslosen.
Arbeitslosenquote: Die Arbeitslosenquote spiegelt den Anteil der Arbeitslosen an der Erwerbsbevölkerung (Erwerbstätigen + Arbeitslosen) von 15 bis 64 Jahren.
Beschäftigungsquote: Die Beschäftigungsquote ist der Anteil der Erwerbstätigen in einer bestimmten Altersgruppe (15-64 Jahren, 20-64 Jahren, ...).
Erwerbsquote: Die Erwerbsquote ist der Anteil der Erwerbspersonen (Erwerbstätigen + Erwerbslosen) an der Bevölkerung von 15 bis 64 Jahren.
Bildungsniveau (3 Klassen): Unter Geringqualifizierte werden verstanden jene Personen, die maximal einen Studienabschluss der Unterstufe des Sekundarunterrichts haben. Mittelqualifizierte sind Personen, die ein Diplom der Oberstufe des Sekundarunterrichts haben, doch kein Diplom des Hochschulunterrichts. Hochqualifizierte haben ein Diplom des Hochschulunterrichts.
Metadaten
Survey methodology
- Änderungen der Erhebung über Arbeitskräfte (AKE) in 2021
- AKE: Methodologische Verbesserungen der Erhebung über Arbeitskräfte 2017 (PDF, 99 Kb)
- AKE: PPräsentation der Erhebung bis 2016 (NL-FR)
- AKE: Präsentation der Erhebung ab 2017 (NL-FR)