Güterbeförderung im Straßenverkehr

Rückgang des gewerblichen Straßengüterverkehrs in 10 Jahren

Mobilität
Rückgang des gewerblichen Straßengüterverkehrs in 10 Jahren

Im Jahr 2019 wurden 284 Millionen Tonnen Güter auf der Straße mit in Belgien zugelassenen Fahrzeugen (Lastkraftwagen und Schlepper mit einer Nutzlast von mindestens 1 Tonne) transportiert.
Das ist ein leichter Rückgang für die beförderte Tonnenmenge um 0,5% im Vergleich zum Jahr 2018, aber ein Anstieg um 6,6% für die geleisteten Tonnenkilometer*.

Im Jahr 2009 wurden noch 298 Millionen Tonnen Güter auf der Straße befördert. Sowohl für die beförderte Tonnenmenge (-4,7%) als auch für die geleisteten Tonnenkilometer (-3,7%) war in 10 Jahren ein Rückgang zu verzeichnen.

Grund dafür war der Rückgang des gewerblichen Güterkraftverkehrs (Transportunternehmen) zwischen 2009 und 2019 (-18 Millionen Tonnen). Der Werkverkehr nahm im gleichen Zeitraum leicht um 4 Millionen Tonnen zu.
Sowohl der Binnenverkehr (-6,6%) als auch der grenzüberschreitende Verkehr(-13,5%) verzeichneten in diesem Zeitraum einen rückläufigen Trend im gewerblichen Verkehr. Der Anstieg im Werkverkehr war auf eine Zunahme der innerhalb der belgischen Grenzen transportierten Gütermenge (+6,8 Millionen Tonnen) zurückzuführen.

Der Anteil des grenzüberschreitenden Verkehrs (19%) gegenüber dem Binnenverkehr (81%) bleibt über einen längeren Zeitraum von zwanzig Jahren mehr oder weniger konstant.

*Tonnenkilometer ist eine Maßeinheit, die Gewicht und Entfernung kombiniert. Zum Beispiel: Der Transport von 2 Tonnen über eine Entfernung von 2 Kilometern beträgt 4 Tonnenkilometer.

Tabelle
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Straßengüterverkehr durch in Belgien eingetragene Fahrzeuge (2013-2019)

  Einheit 2014 2015 2016 2017 2018 2019
Inländischer Transport 1.000 t 299.423 295.008 292.429 300.076 285.484 283.938
Tonnen-kilometer mln tkm 31.808 36.077 35.579 34.219 32.684 34.829
Es betrifft die Güterbeförderung im Straßenverkehr (auf belgischem und ausländischem Gebiet) durch in Belgien zugelassene Fahrzeuge mit einer Nutzlast von mindestens 1 Tonne.
Quellenangabe (obligatorisch): Statbel (Generaldirektion Statistik - Statistics Belgium), statistische Erhebung des Straßengüterverkehrs.
Grafik 1
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roadfreight2019a_de

Grafik 2
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roadfreight2019b_de

Zweck und Kurzbeschreibung

Erhoben wird hier die Güterbeförderung im Straßenverkehr (auf belgischem und ausländischem Gebiet) durch in Belgien zugelassene Fahrzeuge mit einer Nutzlast von mindestens 1 Tonne.

Für den Straßengüterverkehr basieren die Daten auf einer wöchentlichen Umfrage bei den Eigentümern und Mietern von in Belgien zugelassenen Zugmaschinen und Lastkraftwagen mit einer Tragfähigkeit von mindestens 1 Tonne. Diese Eigentümer/Mieter fahren entweder auf eigene Rechnung oder auf Rechnung Dritter (Transportunternehmen).

Zweck dieser Erhebung ist es, Daten über den Güterkraftverkehr mit in Belgien zugelassenen Motorfahrzeugen zu sammeln (die grundlegenden Variablen sind: beförderte Tonnen, geleistete Tonnenkilometer und gefahrene Kilometer). Die Daten werden gemäß den Bestimmungen der Europäischen Verordnung (PDF, 82.3 Kb) 70/2012 vom 18/01/2012 anhand einer stichprobenmäßigen Untersuchung eingeholt. Jeder Mitgliedstaat übermittelt die von ihm versammelten Daten dreimonatlich an Eurostat. Mit diesen Daten kann ein Gesamtbild des Straßengüterverkehrs in der Europäischen Gemeinschaft erstellt werden.

Grundgesamtheit

Die in Belgien beim Kfz.-Zulassungsdienst (D.I.V – FÖD Mobilität) eingetragenen Lastwagen und Zugmaschinen.

Datenversammlungsmethode und Stichprobenumfang

Grundeinheit ist die Population der in Belgien beim Kfz.-Zulassungsdienst (D.I.V – FÖD Mobilität) eingetragenen Lastwagen und Zugmaschinen. Gemäß den Bestimmungen der Europäischen Verordnung 70/2012 sind landwirtschaftliche Fahrzeuge, Militärfahrzeuge und zentralen oder örtlichen Behörden angehörende Fahrzeuge ausgeschlossen. Darüber hinaus steht es jedem Mitgliedstaat zu, Kraftfahrzeuge für Straßengüterverkehr, deren Ladefähigkeit bzw. zulässiges Gewicht unterhalb einer bestimmten Grenze bleibt, von der Erhebung auszuschließen. Für Belgien gilt als Grenze eine Ladefähigkeit von einer Tonne. Die Stichprobenfraktionen werden nach dem Typ des Fahrzeugs (Lastwagen bzw. Zugmaschine) bestimmt, und für die Lastwagen nach dem Typ der Karosserie (offener Lastwagen, Kühlwagen, Lastwagen mit flachem Aufbau, Lastwagen mit Kippkasten, usw.) und der Ladefähigkeit. Zugmaschinen werden ein Mal pro Jahr exhaustiv erfasst, Lastwagen im Durchschnitt ein Mal jede zwei Jahre. Es handelt sich um eine wöchentliche Stichprobe, wobei aus der Grundgesamtheit jeweils etwa 1.000 Lastwagen und/oder Zugmaschinen willkürlich ausgewählt werden, und worin ein selber Lastwagen bzw. eine selbe Zugmaschine nur ein einziges Mal pro Jahr aufgenommen werden kann.

Frequenz

Jährlich

Veröffentlichungskalender

Verfügbarkeit der Ergebnisse: 12 Monate nach dem Bezugszeitraum.

Erhebungsformulare

Anmerkungen

Seit dem Jahr 2000 verfügt die Generaldirektion Statistik über zusätzliche Informationen über Fahrzeuge, die für den Transport auf Rechnung Dritter verwendet werden.

Die Methodik wurde so angepasst, dass die Extrapolation für Dritt- und Eigentransporte a posteriori erfolgt. Der Durchschnitt der Nutzfahrzeugflotte und die nutzbaren Antworten werden aufgeschlüsselt nach Beförderung auf Rechnung Dritter und Beförderung auf eigene Rechnung.

Dies bringt es aber mit sich, dass ab dem Jahr 2000 ein Zeitvergleich für die Entwicklung des Verhältnisses zwischen dem Verkehr auf Rechnung Dritter und dem Verkehr auf eigene Rechnung nicht mehr möglich ist.

Ab 2015 wird eine neue Schichtungsmethode angewendet, so dass jetzt a priori zwischen Verkehr auf Rechnung Dritter und Verkehr auf eigene Rechnung unterschieden wird. Dies hat den Vorteil, dass die Stichprobenziehung viel gezielter durchgeführt werden kann und man somit den Stichprobenumfang gleichzeitig deutlich reduzieren kann.

Die zweite hier verwendete Schichtungsvariable ist die Nutzlast-Größenklasse.