Wöchentliche Zahl der Konkurse

56 Konkurse in Woche 29

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56 Konkurse in Woche 29

In der Woche vom 19. bis 25. Juli (Woche 29) haben die Unternehmensgerichte 56 Unternehmen insolvent erklärt. Das führte zu einem Verlust von insgesamt 130 Arbeitsplätzen.

Die Zahlen der Woche 29 zeigen daher einen Rückgang der Konkurse und der Arbeitsplatzverluste im Vergleich zur Vorwoche.

In den ersten 29 Wochen des Jahres 2021 haben die Unternehmensgerichte insgesamt 3.457 Unternehmen insolvent erklärt. Das sind 19,0% weniger Konkurse als in den ersten 29 Wochen des Jahres 2020.

Die Arbeitsplatzverluste pro Konkurs sind im Jahr 2021 jedoch um 0,4% höher als im letzten Jahr. In den ersten 29 Wochen des Jahres 2021 gingen 2,35 Arbeitsplätze pro Konkurs verloren, während dieses Verhältnis im gleichen Zeitraum im Jahr 2020 bei 2,34 lag.

Die Anzahl der Konkurse und Arbeitsplatzverluste in der ersten 29 Wochen des Jahres

Kategorie 2019 2020 2021 2021/2020 2021/2019
Konkurse 6.117 4.268 3.457 -19,00% -43,49%
Arbeitsplatzverluste 11.959 9.997 8.126 -18,72% -32,05%
Arbeitsplatzverluste/Konkurse 1,96 2,34 2,35 +0,35% +20,23%

Das ergibt sich aus den wöchentlichen Zahlen der Konkurse, die Statbel auf der Grundlage der Urteile der Unternehmensgerichte erstellt. Diese zwischenzeitlichen, wöchentlichen Schätzungen ermöglichen eine schnelle Betrachtung der ersten Trends.

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Zweck und Kurzbeschreibung

Jeden Monat berechnet Statbel die Konkurszahlen des Vormonats. Diese Veröffentlichung findet etwa 15 Tage nach dem Berichtsmonat statt. Zu diesem Zeitpunkt sind die Konkurszahlen endgültig. Zusätzlich zu den monatlichen Zahlen kann Statbel auch vorläufige, wöchentliche Schätzungen erstellen. Diese wöchentlichen Zahlen ermöglichen eine schnelle Beobachtung der ersten Trends. Zusätzlich zu den Konkurszahlen berechnet Statbel immer auch die entsprechenden Arbeitsplatzverluste. Für die Arbeitsplatzverluste verlässt sich Statbel auf die neuesten verfügbaren Informationen des LSS.

Die von Statbel erstellten Konkursstatistiken basieren auf Daten der Zentralen Unternehmensdatenbank (ZUD) und dem statistischen Unternehmensregister. Für die Interpretation der Zahlen ist zu berücksichtigen, dass es zwischen der Einstellung der wirtschaftlichen Tätigkeit und der Zahlungsunfähigkeitserklärung vom Unternehmensgericht eine gewisse Verspätung gibt. Aus diesem Grund sind die wirtschaftlichen Auswirkungen erst nach einer bestimmten Zeitspanne in den Zahlen spürbar.

Wegen der Covid-19-Krise und die damit verbundenen Sperrmaßnahmen haben die Unternehmensgerichte und Kanzleien bis 18. Mai ihre Tätigkeiten beschränkt. Darüber hinaus galt bis 17. Juni 2020 ein Moratorium, um Unternehmen gegen die Folgen der Covid-19-Krise zu schützen, die vor dem 18. März 2020 auf gesunden Beinen standen.

Danach hat die Bundesregierung am Freitag, 6. November 2020, ein neues Moratorium für Konkurse genehmigt. Dieses Moratorium galt bis zum 31. Januar 2021 und bot denjenigen Unternehmen Schutz, die aufgrund des Ministeriellen Erlasses vom 1. November 2020 zur Abänderung des Ministeriellen Erlasses vom 28. Oktober 2020 über Notfallmaßnahmen zur Festlegung von Dringlichkeitsmaßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus COVID-19 gezwungen waren, zu schließen.

Um das Auslaufen dieses zweiten Moratoriums zu kompensieren, setzte die belgische Bundesregierung eine dreiteilige Reform um, die den Zugang zum Verfahren der gerichtlichen Reorganisation flexibilisieren soll. Erstens wird das Verfahren flexibler gestaltet, indem die Unternehmen nicht mehr von Anfang an elf, sondern nur noch drei Unterlagen einreichen müssen, wobei die übrigen Unterlagen im Laufe des Verfahrens nachgereicht werden. Zweitens erfordert das Verfahren keine Veröffentlichung im Belgischen Staatsblatt mehr. Das ermöglicht dem Vermittler, den Gläubigern in voller Diskretion zu begegnen und sie davon zu überzeugen, von einer schnellen Rückzahlung ihrer Forderungen abzusehen, bevor eine Einigung erzielt wird. Drittens wird das Verfahren der gerichtlichen Reorganisation auf der Grundlage einer gütlichen Einigung gefördert, weil dieses Verfahren Anspruch auf eine Steuerbefreiung gibt, die bisher nur für Verfahren der gerichtlichen Reorganisation mittels eines Gerichtsurteils gilt. Die Bestimmungen zu den ersten beiden Säulen der Reform sollten ursprünglich nur bis zum 30. Juni 2021 gelten, wurden aber durch den Königlichen Erlass vom 24. Juni 2021 zur Verlängerung der Artikel 2, 4 und 12 des Gesetzes vom 21. März 2021 zur Abänderung des Buches XX des Wirtschaftsgesetzbuches und des Einkommensteuergesetzbuches 1992 bis zum 16. Juli 2022 verlängert.

Zwischen den beiden Moratorien haben sowohl der FÖD Finanzen als auch das LSS dazu entschieden, ein De-facto-Moratorium anzuwenden. Beide Behörden entschieden, dass Steuerschulden und fälligen Sozialabgaben vorübergehend keinen Grund für einen Konkurs darstellen. Nach Angaben von Justizminister bleibt diese Regelung auch nach dem 1. Februar in Kraft.

Darüber hinaus findet in den Monaten Juli und August die richterliche Sommerpause statt. Die Gerichte bleiben in diesem Zeitraum geöffnet, aber die Anzahl der Anhörungen ist reduziert. Deshalb sind die Konkurszahlen in diesem Zeitraum niedriger.

Schließlich gibt es zurzeit verschiedene Maßnahmen - auf föderaler, regionaler und lokaler Ebene - um Unternehmen in dieser Krisenzeit zu unterstützen. Das LSS gewährt zum Beispiel gütlich vereinbarte Tilgungspläne mit einer maximalen Dauer von 24 Monaten für die Rückzahlung aller Beiträge und Beträge für das Jahr 2020.  Auf der Ebene des FÖD Finanzen gelten Unterstützungsmaßnahmen, wie die Steuerbefreiung der Entschädigungen, die von den Regionen, Gemeinschaften, Provinzen oder Gemeinden als Folge der Covid-19-Pandemie gewährt wurden, bis zum 31. Dezember 2021.

Alle diesen oben beschriebenen staatlichen Maßnahmen haben sich mäßigend auf die Zahl der seit März ausgesprochenen Konkurse ausgewirkt.

Grundgesamtheit

Unternehmen, die dem Gesetz vom 11. August 2017 unterliegen zur Einfügung von Buch XX "Insolvenz von Unternehmen" in das Wirtschaftsgesetzbuch und zur Einfügung der Buch XX eigenen Begriffsbestimmungen und der Buch XX eigenen Rechtsdurchsetzungsbestimmungen in Buch I des Wirtschaftsgesetzbuches, im Belgischen Staatsblatt vom 11. September 2017 veröffentlicht. Buch XX Titel VI enthält das Insolvenzverfahren.

Frequenz

Wöchentlich

Veröffentlichungskalender

Die wöchentlichen Konkurszahlen sind drei Arbeitstage nach der Referenzwoche verfügbar. Da die Berichtswoche von Montag bis zum Sonntag läuft, veröffentlicht Statbel jeden Mittwoch die Konkurse der Vorwoche.

Definition

Konkurs

Der Konkurs wird erklärt, sobald ein Unternehmen zwei Bedingungen erfüllt:

  • Das Unternehmen ist zahlungsunfähig;
  • Das Unternehmen findet keine neuen Kredite.

Ein Konkurs betrifft immer ein einziges Unternehmen. Eine Rechtsvereinbarung, bei der mehrere Personen dasselbe Unternehmen gegründet haben, wird als ein einziger Konkurs gezählt.

Arbeitsplatzverluste

Statbel berechnet die mit einem Konkurs verbundenen Arbeitsplatzverluste auf der Grundlage der neuesten verfügbaren Informationen des LSS.

Berichtswoche

Statbel verwendet für die Erstellung der wöchentlichen Konkurszahlen eine Berichtswoche. Diese Berichtswoche läuft immer von Montag bis zum Sonntag. Die Jahresergebnisse auf der Basis der Berichtswoche können daher leicht von den Jahreszahlen abweichen, da das Kalenderjahr in der Regel nicht an einem Montag stattfindet.

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