Überwachung der Lebensbedingungen

Rückgang des Glücksgefühls und Anstieg der Einsamkeit bei Jugendlichen

Haushalte
Rückgang des Glücksgefühls und Anstieg der Einsamkeit bei Jugendlichen

In der vierteljährlichen Umfrage über ihr persönliches Wohlbefinden und ihre Lebensbedingungen befragt Statbel etwa 5.000 Belgier im Alter zwischen 16 und 74 Jahren. Diese Umfrage wurde unter anderem im Auftrag von Eurostat durchgeführt, um die soziale Erholung in Zeiten der COVID-19-Pandemie zu überwachen. Die Ergebnisse des vierten Quartals 2021 werden dargestellt.

8,3% der Belgier fühlten sich in den vier Wochen vor der Umfrage immer oder meistens einsam, während das bei 1 von 3 Belgiern nie der Fall war (34,3%).

Etwa zwei Drittel der Belgier fühlten sich in den vier Wochen vor der Umfrage immer (9,6%) oder meistens (56,7%) glücklich.

Im dritten Quartal 2021 fühlten sich 8,5% der 65- bis 74-Jährigen gegenüber 4,8% der 16- bis 24-Jährigen in den vier Wochen vor der Umfrage immer oder meistens einsam. Während sich Einsamkeit im dritten Quartal 2021 eher als ein Problem für den älteren Teil der Bevölkerung erwies, gaben im vierten Quartal 2021 auch die Jugendlichen häufiger an, sich immer oder meistens einsam zu fühlen (12,1% der 65- bis 74-Jährigen und 12,7% der 16- bis 24-Jährigen). Gleichzeitig ist ein Rückgang des Glücksgefühls bei den 16- bis 24-Jährigen zu beobachten: Im dritten Quartal fühlten 22,7% von ihnen sich immer glücklich, während im vierten Quartal nur noch 12,2% angaben, sich immer glücklich zu fühlen.

Die Belgier wurden gebeten, ihre finanzielle Lage, ihre persönlichen Beziehungen und ihre allgemeine Lebenszufriedenheit auf einer Zehnerskala einzustufen. Durchschnittlich schneiden die persönlichen Beziehungen mit 7,8/10 am besten ab, sowohl im vierten als im dritten Quartal 2021. Danach folgt die allgemeine Lebenszufriedenheit mit 7,3/10 bzw. 7,5/10 und die finanzielle Lage mit 6,8/10 bzw. 7/10.

Drei Viertel der Belgier (73,7%) geben an, dass ihr gesamtes verfügbares Haushaltseinkommen des letzten Monats mehr oder weniger gleich geblieben ist, im Vergleich zu dem von 12 Monaten zuvor. Ungefähr 11% der Belgier bemerken, dass ihr gesamtes verfügbares Haushaltseinkommen niedriger ist als 12 Monate zuvor. Einige geben an, dass das gesamte verfügbare Haushaltseinkommen höher ist, im Vergleich zu 12 Monaten her. Es handelt sich um 9,6% der Belgier im dritten Quartal und 13,7% im vierten Quartal.

13,9% der Belgier fanden es schwierig oder sehr schwierig, im vierten Quartal 2021 über die Runden zu kommen. Dies ist ein leichter Anstieg gegenüber dem dritten Quartal, als 11,7% ihre Lage prekär einschätzten. Ein Aufwärtstrend ist auch festzustellen, wenn man die Zahlen auf regionaler Ebene betrachtet. Der Anteil der Belgier, die Schwierigkeiten oder große Schwierigkeiten haben, über die Runden zu kommen, ist am höchsten in der Region Brüssel-Hauptstadt, nämlich 24,5% im vierten Quartal und 22,5% im dritten Quartal, gefolgt von Wallonien mit 17,5% bzw. 15,8%, und Flandern mit 9,9% bzw. 7,4%.

Zweck und Kurzbeschreibung

IALC (Infra Annual Living Conditions) ist eine vierteljährliche Erhebung über die Lebensbedingungen.
Ziel dieser Erhebung ist es, den sozialen Aufschwung in Zeiten der Covid-19-Pandemie zu beobachten. Auf europäischer Ebene ist IALC ein Beitrag für das ‚European Statistical Recovery Dashboard‘, das (drei)monatliche Indikatoren sammelt, um die wirtschaftlichen und sozialen Entwicklungen während des Wiederaufschwungs zu erfassen.

Grundgesamtheit

Mitglieder von Privathaushalten von 16 bis zu 74 Jahre. 

Grundlage der Stichprobe

Demografische Daten des Nationalregisters.

Datenversammlungsmethode und vorläufiger Stichprobenumfang

Die Befragung in Bezug auf IALC wurde mit der Arbeitskräfteerhebung (AKE) verknüpft. Ein begrenztes Modul von Fragen wird am Ende des Fragebogens an die Befragten der vierten Welle der AKE-Erhebung (im CAWI/CATI-Fragebogen) gestellt. Diese Erhebung begann im dritten Quartal 2021 und wird voraussichtlich bis zum vierten Quartal 2022 laufen.

Fragebogen

Fragebogen

Antwortrate

Statbel befragt rund 5.000 Belgier im Alter zwischen 16 und 74 Jahren. 

Frequenz

Dreimonatlich