Zensus

Zensus 2011

Die erste belgische Volkszählung wurde bereits 1846 veranstaltet und war vornehmlich eine Erhebung der Bevölkerung. Die darauffolgenden zehnjährlichen Zählungen hatten vor allem einen verwaltlichen Zweck, doch erbrachten daneben auch sozialökonomisch wertvolle Informationen.
Mit der Einführung des Nationalregisters in den achziger Jahren des 20. Jahrhunderts wurde das Zählen überflüssig und musste die allgemeine Volkszählung ihr verwaltliches Charakter einbüßen. In 2001 führte dies sogar zu einer Namensänderung: „Allgemeine sozioökonomische Erhebung 2001“.

Der Zensus 2011 geht noch einen Schritt weiter. Die klassische Erhebung wird ganz und gar durch die Benutzung von schon in Verwaltungsdatenbanken enthaltenen Daten ersetzt. Dies erfolgt jedoch nicht ohne Vorbereitung. Die neue Verfahrensweise wurde 2006 anhand des Microcensus-Pilotprojektes vorab gründlich geprüft. Die Vorzüge der neuen Arbeitsweise sind vielerlei: Es ist billiger, die Belastung der Bürger entfällt, es wird weniger Papier verbraucht, usw.
Natürlich darf das Zusammenfügen unterschiedlicher Informationsquellen die Vertraulichkeit der Daten nicht gefährden. Maßnahmen juristischer und technischer Art gewährleisten, dass die Privatsphäre der Bürger weiterhin geschützt ist.

Die Ergebnisse des Zensus werden in ein Datawarehousesystem gespeichert, dank dessen die Verbreitung der Ergebnisse erleichert werden soll. Politische Entscheidungsträger, öffentliche Einrichtungen, Unternehmen, Universitäten, wie auch Studenten, Privatpersonen usw. werden die Zensusdaten in Form globaler und anonymer Tabellen benutzen können.