Nachhaltige Entwicklung hinsichtlich Energie

Nachhaltige Entwicklung wird als “Erfüllung der Bedürfnisse der heutigen Generation, ohne die Bedarfsversorgung der kommenden Generationen zu gefährden” definiert. (Definition Brundtland-Bericht 1987).

Auf der Portalsite der nachhaltigen Entwicklung, finden Sie alle Informationen im Zusammenhang mit der heutigen Politik, der abteilungsüberschreitenden Kommission für nachhaltige Entwicklung (ICDO), der föderalen Programmbehörde für nachhaltige Entwicklung (PODDO), der Task Force nachhaltige Entwicklung des föderalen Planbüros, des föderalen Rats für nachhaltige Entwicklung (FRDO), dem föderalen Plan für nachhaltige Entwicklung (FPDO), den Richtlinien mit nachhaltigen Ankäufen usw.… 

Seit 25. April 2007 ist das Prinzip nachhaltige Entwicklung in Artikel 7bis der belgischen Verfassung verankert: “Bei der Erfüllung ihrer jeweiligen Befugnisse streben der föderale Staat, die Gemeinschaften und Regionen nach dem Ziel einer nachhaltigen Entwicklung in ihren sozialen, ökonomischen und umweltgebundenen Aspekten unter Berücksichtigung der Solidarität zwischen den Generationen.”

Was ist nachhaltige Entwicklung?

Das Konzept der nachhaltigen Entwicklung wurde zum ersten Mal in einem Bericht der Vereinten Nationen im Jahr 1987 von der Weltkommission für Umwelt und Entwicklung definiert. Das ist eine Kommission internationaler Sachverständiger unter Vorsitz des norwegischen Ministers Gro Harlem Brundtland, besser bekannt unter der Bezeichnung 'Brundtland-Commissie'. "Nachhaltige Entwicklung ist eine Erfüllung der Bedürfnisse der heutigen Generation, ohne die Bedarfsversorgung der kommenden Generationen zu gefährden”.

Nachhaltige Entwicklung und ökonomischer Fußabdruck

Davon ausgehend haben zwei kanadische Forscher die Technik des "ökologischen Fußabdrucks" entwickelt. Diese Methode berücksichtigt den Verbrauch und den Abfall jedes Landes. Es soll berechnet werden, wie viele Hektar Land für die Erholung der Umwelt notwendig sind.

So haben Forscher feststellen können, dass die Vereinigten Staaten die "größten Füße" haben: nämlich einen Abdruck von 9 Hektar pro Person. Belgien ist sparsamer, der Verbrauch beträgt "nur" 5 Hektar pro Person. Dem steht gegenüber, dass pro Weltbürger durchschnittlich 2,3 Hektar zur Verfügung stehen (der Fußabdruck eines Inders beträgt nur 1,7 Hektar).

Wir müssen also feststellen, dass wir Westeuropäer auf viel zu großem Fuß leben. Das Problem situiert sich wie folgt:  Wir verbrauchen zu viel und die Verteilung zwischen Nord und Süd ist in keiner Weise gerecht.  Das Prinzip der nachhaltigen Entwicklung richtet sich auf die Versöhnung der verschiedenen Domänen wie Ökonomie und Ökologie, mit einer gerechten Verteilung zwischen den Generationen und zwischen Nord und Süd.

Es ist so, dass die grundlegenden ökonomischen Aktivitäten die Umweltbeschränkungen nicht berücksichtigen. Im Laufe der Zeit greifen sie ihren eigenen Nährboden an und gefährden somit die ökologische Basis der Ressourcen, aus denen die zukünftigen Generationen ihren eigenen Bedarf decken müssen.

Weitere Informationen über den ökologischen Fußabdruck

Beim ökologischen Fußabdruck stehen Energie und die Folgen für das Klima ganz oben auf der Tagesordnung. Diese Rubrik gibt eine Zusammenfassung aller Punkte, die mit nachhaltiger Entwicklung hinsichtlich Energie zusammenhängen und auch einige Links, die Zugang zu mehr Informationen über dieses Thema bieten.

Energie bildet einen Schlüsselfaktor in der heutigen ökonomischen und sozialen Entwicklung sowohl für die Industrie- als auch die Entwicklungsländer. Seit der industriellen Revolution basiert die Entwicklung insbesondere auf reichlich vorhandener und billiger Energie.  Es stellt sich die Frage, ob dieser Energieverbrauch und die Energieproduktion Möglichkeiten für nachhaltige Entwicklung bieten. Eine Antwort auf diese Frage finden Sie in verschiedenen Referenzdokumenten über nachhaltige Entwicklung betreffend Energie auf föderaler Ebene.

Veröffentlichungen

1. Working Paper des föderalen Planbüros

Das Working-Paper behandelt die gesamte Energiepolitik und widmet der Frage der Klimaveränderung und Kernenergie besonders viel Aufmerksamkeit.

2. Der Föderale Plan für nachhaltige Entwicklung

Als Antwort auf die Entscheidung der Vereinigten Nationen (Agenda 21) verabschiedete die föderale Regierung am 5. Mai 1997 das 'Gesetz zur Koordinierung der föderalen Politik für nachhaltige Entwicklung'.

Dieses Gesetz sorgt für eine ständige Rücksprache zwischen den verschiedenen föderalen Behörden und Verwaltungsorganen mittels der abteilungsübergreifenden Kommission für nachhaltige Entwicklung. Die Kommission hat auch den Auftrag einen föderalen Vierjahresplan für nachhaltige Entwicklung vorzubereiten und – im Zusammenhang mit diesem Plan – eine breite Beratung (der Bevölkerung) zu organisieren, bevor der Entwurf der Regierung vorgelegt wird.

Als PDF-Datei herunterzuladen:

3. Der Frühling der Umwelt

http://www.lentevanhetleefmilieu.beExterner Link

Der Frühling der Umwelt ist ein politischer Prozess, der im Juni 2008 begann und konkrete Einigungen beabsichtigt, mit denen sich verschiedene Politikebenen, die für die Umwelt verantwortlich sind, engagieren.

Die Umwelt, die vor 15 Jahren nur wenig Aufmerksamkeit bekam, ist nun eine Priorität für den Bürger. Das ist sicher auch dem Film und dem Buch “An inconvenient truth” von Al Gore zu danken (Preisträger des Nobelpreises für den Frieden im Jahr 2007, zusammen mit dem IPCC).

Der Prozess ist innovativ: die föderale Ebene und die Regionen sitzen gemeinsam mit den sozialen Partnern und dem Mittelfeld an einem runden Tisch.

Ungefähr 200 Personen, Vertreter des Mittelfelds, der Unternehmen, der Gewerkschaften, der NGOs usw. sind in Workshops eingeteilt, wo sie ihre Standpunkte formulieren konnten:

  • Der Kampf gegen den Klimawandel – nachhaltige Energie
  • Umwelt und Gesundheit
  • Nachhaltige Produktions- und Konsumarten – natürliche Hilfsquellen und Biodiversität
  • Transport und Mobilität

Auf der Grundlage dieser Standpunkte haben die Vertreter der regionalen und föderalen Minister für Umwelt und Mobilität gemeinsam beraten um einen Stufenplan mit konkreten Verpflichtungen zu erarbeiten.

Weitere Informationen diesbezüglich erhalten Sie bei der Generaldirektion Energie.

Statistische Informationen zur nachhaltigen Entwicklung

Offizielle Statistiken über nachhaltige Entwicklung stehen auf nationaler Ebene über die “Indikatoren für nachhaltige Entwicklung” zur Verfügung. Einige beziehen sich direkt auf Energie, während es für andere nur einen indirekten Zusammenhang gibt.  Da Energie überall zu finden ist, haben nur wenige Indikatoren überhaupt nichts mit Energie zu tun.

In der allgemeinen Programmvorlage vom 12. November 2008 von Minister für Klima und Energie, Herrn Paul Magnette, wird auf die Indikatoren für nachhaltige Entwicklung verwiesen, nämlich:

“Der Föderale Rat für nachhaltige Entwicklung hat eine wichtige Aufgabe begonnen, die unter anderem auf den Arbeiten von Eurostat basiert und von einer breiten gesellschaftlichen Basis getragen wird. Die Debatte über die nationale Liste der Indikatoren für nachhaltige Entwicklung kann auch auf zwei Beiträgen der „Task Force“ für nachhaltige Entwicklung des föderalen Planbüros im Januar 2009 stützen:

  • eine korrigierte Version der Tabelle mit fünfzig Indikatoren, die auf der Grundlage der föderalen Berichte und der nationalen und internationalen Verpflichtungen für nachhaltige Entwicklung selektiert wurden;
  • eine Studie über den ökologischen Abdruck, geführt in Absprache mit dem globalen Footprint Network und der Generaldirektion Statistik und ökonomische Information des FÖD Wirtschaft (ADSEI) um die Annahmen, die der Berechnung dieser Indikatoren zugrunde liegen, zu verdeutlichen, die Qualität der Daten zu analysieren und nach ihrer möglichen Verwendung als Arbeitsmittel zur nachhaltigen Entwicklung zu fragen.”

Nützliche Links

Publications

  • Quel mix énergétique idéal pour la Belgique aux horizons 2020 et 2030 ?

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