Sicherheit von extremen Freizeitaktivitäten

Eine extreme Freizeitaktivität (EF) ist eine Aktivität,

  • die ein Veranstalter einem oder mehreren Verbrauchern zu Vergnügungs- oder Entspannungszwecken anbietet,
  • die dem Verbraucher anhand einer zu diesem Zweck bestimmten Anlage angeboten wird,
  • wobei das vom Verbraucher empfundene Gefahren-, Risiko- oder Herausforderungsgefühl den Hauptanreiz für die Teilnahme bildet.

Es handelt sich um Aktivitäten wie Bungeejumping (Sprung an einem Gummiseil), Fallschirmspringen, „death ride“ usw.

Für die Organisation eines solchen Ereignisses sind verschiedene organisatorische Aspekte zu beachten. Auch die Sicherheit des Ereignisses ist zu bedenken. Ein gut ausgearbeiteter und strukturierter Sicherheitsplan hilft Ihnen dabei, ein sicheres Ereignis zu organisieren und die Richtlinien zu erfüllen.

Gesetzliche Regelung

Bedingungen für die Organisation einer extremen Freizeitaktivität

Meldepflicht

Gesetzliche Regelung

Eine extreme Freizeitaktivität darf nur stattfinden, wenn sie den allgemeinen Sicherheitsvorschriften des Wirtschaftsgesetzbuch entspricht.

Für extreme Freizeitbetätigungen werden die Anforderungen dieses Gesetzes durch den Königlichen Erlass vom 4 März 2002 zur Regelung der Organisation von extremen Freizeitaktivitäten weiter ausgearbeitet und ergänzt.

Die Regelungen zu extremen Freizeitaktivitäten konzentrieren sich auf die verwendeten Anlagen. Solche Anlagen werden häufig vermietet, und es obliegt dem Organisator, sicherzustellen, dass der Verleiher ebenfalls den Richtlinien entspricht.

Bedingungen für die Organisation einer extremen Freizeitaktivität

Um die Verpflichtungen bezüglich Sicherheit für die Organisation einer extremen Freizeitaktivität zu erfüllen, müssen die folgenden Schritte durchgeführt werden:

  1. der Veranstalter erstellt einen Plan der Aktivität und eine Liste der benötigten Bestandteile und ihrer Eigenschaften;
  2. der Veranstalter führt eine Risikoanalyse durch;
  3. wenn die EF einer Norm entspricht, kann der Veranstalter erwähnen, dass er der allgemeinen Verpflichtung bezüglich Sicherheit für die damit verbundene Gefahr erfüllen muss;
  4. der Veranstalter arbeitet Gefahrenverhütungsmaßnahmen aus;
  5. der Veranstalter wendet diese Gefahrenverhütungsmaßnahmen an;
  6. der Veranstalter bestimmt einen Sicherheitskoordinator, der während der EF anwesend ist;
  7. der Veranstalter trifft die erforderlichen Maßnahmen (Schulung, Überprüfung, Wartung), um zu gewährleisten, dass die Teilnehmer oder Dritte keinen nicht vertretbaren Risiken ausgesetzt werden.

Die folgenden Informationen müssen lesbar und an einem für den Verbraucher oder Teilnehmer gut sichtbaren Platz angebracht werden:

  • Warnungen und Hinweise in Bezug auf Sicherheit;
  • Name und Firmenbezeichnung des Veranstalters;
  • Adresse des Veranstalters;
  • andere einschlägige Informationen.

Das Anbringen des Warnhinweises „Benutzung auf eigene Gefahr“ (oder anderer gleichartiger Hinweise) ist verboten.

Meldepflicht

Schwerwiegende Vorfälle oder schwere Unfälle müssen sofort dem Zentralen Schalter gemeldet werden.

Ein schwerer Unfall ist ein tödlicher Unfall oder ein Unfall, der eine bleibende Verletzung nach sich zieht oder ziehen könnte.

Ein schwerwiegender Vorfall ist ein Vorfall, der zu einem schweren Unfall führt oder führen könnte.

 

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Rechtsgrundlage

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